Wildeshausen - Die Vorarbeiten für den Wiederanschluss des Altarms „Der große sorre Ort“ durch die Hunte-Wasseracht laufen. Dem Verkauf der dafür nötigen Flächen, die in der Gemarkung Dötlingen liegen, hatte die Stadt Wildeshausen als bisherige Eigentümerin bereits im Sommer 2015 zugestimmt.

Der 800 Meter lange Altarm befindet sich westlich von Gut Altona zwischen der B 213 und der A 1. Durch die Anbindung soll die ökologische Qualität der Hunte verbessert werden. Der Fluss war im Laufe der Jahrzehnte immer weiter begradigt und somit verkürzt worden. Das hatte eine erhöhte Fließgeschwindigkeit und Tiefenerosion zur Folge. Der Grundwasserspiegel sank. Vom Wasser mitgeführte Materialien sammelten sich zudem an anderer Stelle, wo dann durch Ausbaggern der Hochwasserschutz gewährleistet werden musste.

Wie der Geschäftsführer der Hunte-Wasseracht, Hans-Dieter Buschan, gegenüber der NWZ  erläuterte, hätten die bisherigen Bodenproben keine problematische Schlammzusammensetzung ergeben. Hintergrund ist, dass in dem Gebiet nach Kriegsende militärische Altlasten versenkt worden sein sollen.

Tiefenbohrungen sind bislang noch nicht erfolgt. Falls sich Verdachtsflächen ergeben sollten, wäre das ein Fall für den Kampfmittelbeseitigungsdienst.

„Wir wollen dieses Jahr die Genehmigung und wenn möglich auch Umsetzung des Projekts angehen“, betonte Buschan. Nächster Schritt sei nun, die aktuell entdeckten Biberspuren in dem Gebiet (die NWZ  berichtete) von einem Fachbiologen untersuchen zu lassen. Falls tatsächlich ein Biber vor Ort festgestellt werde, würden direkt vor dem Baggern des neuen Anschlusses Taucher das Gewässer absuchen, um keine eventuellen Unterwasser-Höhleneingänge zu zerstören.


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