Zetel - „Jetzt kommt die Feinabstimmung“, so lautet die Devise hinsichtlich der Vorbereitungen auf den Zeteler Markt 2015, der traditionell Anfang November gefeiert wird. Seit nunmehr 19 Jahren begleitet Bernd Fahrenhorst als Mitglied des zuständigen Fachausschusses der Gemeinde das traditionsreiche Volksfest. Seit vier Jahren führt der Kommunalpolitiker das Gremium als Vorsitzender an. Die viertägige Großveranstaltung beginnt am Sonnabend, 7. November, und klingt am Mittwoch, 11. November, aus.

Der Marktausschuss kommt an diesem Mittwoch letztmals vor dem Start in die „fünfte Jahreszeit“ zusammen. Dann werden noch einmal letzte Details durchgesprochen. Der 67-jährige Marktmeister Olaf Oetken und Matthias Kraul von der Verwaltung präsentieren die Bebauung, erläutern das Sicherheitskonzept und sprechen die Eröffnungsfeier und den Seniorennachmittag durch. Das Konzept stehe schon lange fest, lediglich Kleinigkeiten müssten noch abgeklärt werden, sagen die Vertreter. Auch über die anstehenden Werbemaßnahmen werde noch diskutiert. Nach der Sitzung im Rathaus reist der Ausschuss in Richtung Oldenburg zum Kramermarkt. Fahrenhorst: „Dort sehen wir uns große Fahrgeschäfte an, die auch für Zetel interessant sein könnten.“ Vorgesehen sei außerdem ein Erfahrungsaustausch mit den Schaustellern.

Fahrenhorst hat im Laufe der Jahre einige Veränderungen des Zeteler Marktes festgestellt: „Früher war das schon eine andere Schaustellerkultur, jeder hat seine Kollegen nach Kräften unterstützt. Jetzt ist ein stärkeres Konkurrenzdenken der Mitbewerber auszumachen. Das gab es vor rund zwei Jahren nicht in der Form.“ Unterschiede gebe es nach Ansicht des Ausschussvorsitzenden auch im Konsumverhalten der Besucher. „Der Rucksack-Tourismus hat stark zugenommen. Daran beteiligen sich mittlerweile nicht nur junge Leute, sondern auch die mittlere und ältere Generation. Immer mehr Gäste bringen ihre Getränke mit, das ist keine gute Entwicklung“, so Fahrenhorst.

Der Zeteler Markt sei kein „Selbstgänger“, meint Fahrenhorst. „Eine ständige Hege und Pflege der Veranstaltung ist notwendig. Die Attraktivität muss beibehalten und, wenn möglich, sogar noch gesteigert werden.“ Das hänge nicht zuletzt auch von den Großfahrgeschäften ab. So sei in diesem Jahr eine 45 Meter hohe Überschlagschaukel dabei.