Nordwesten - Jedem dritten Kind in Deutschland wird selten oder nie vorgelesen, obwohl Vorlesen nachweislich den familiären Zusammenhalt fördert und den Horizont erweitert. Das geht aus der achten Vorlesestudie der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung „Die Zeit“ und der Deutschen Bahn Stiftung hervor.

Die drei Partner starten deshalb auch in diesem Jahr die gemeinsame Initiative des bundesweiten Vorlesetages. Der Aktionstag für das Vorlesen findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt – in diesem Jahr am 21. November. Mittlerweile sind mehr als 80 000 Vorleserinnen und Vorleser sowie Millionen Zuhörer begeistert bei der Sache – auch im Nordwesten. So nehmen beispielsweise die Vorlesepaten der Kita Bloherfelde (Stadt Oldenburg), der Bürger- und Heimatverein Barßel (Landkreis Cloppenburg) oder die Stadtbibliothek Bremen an der Aktion teil.

Das Konzept ist einfach: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Auch an ungewöhnlichen Vorleseorten finden Aktionen statt: im Riesenrad, im Flugzeug, in einem Tierpark oder in Museen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

2013 war das Jahr der Rekorde: 80 000 Vorleser – darunter rund 1100 Politiker sowie 150 Prominente aus Politik, Kultur, Medien und Sport beteiligten sich an der Aktion. Zudem lobten im vergangenen Jahr die Initiatoren gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund erstmals den Vorlesehauptstadt-Wettbewerb aus. In den drei Kategorien „aktivste“, „öffentlichkeitswirksamste“ und „außergewöhnlichste Vorlesestadt“ werden engagierte Städte ausgezeichnet.

Bewerben kann sich jede Gemeinde, Stadt oder Kommune unabhängig von Einwohnerzahl oder regionalen Strukturen. Bewerbungsschluss ist der 21. November.