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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Vorreiter bei Ökonomischer Bildung

19.02.2014

Oldenburg Besonderer Lohn für Engagement in der Ökonomischen Bildung: Das Alte Gymnasium Oldenburg (AGO) und die Michaelschule Papenburg sind am Dienstagabend für ihre Konzepte zu Praxiskontakten in die Wirtschaft mit dem mit 15 000 Euro dotierten Preis „Ökonomie in Schulen“ der Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen ausgezeichnet worden. Vor rund 140 Gästen im Oldenburger Kulturzentrum PFL erhielt das Alte Gymnasium den mit 10 000 dotierten ersten Preis, das Engagement der Michaelschule wurde mit dem Anerkennungspreis und 5000 Euro honoriert.

Michael Waskönig, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, hob ebenso wie Oldenburgs Sozialdezernentin Dagmar Sachse in ihrem Grußwort die Bedeutung von Ökonomischer Bildung ganz allgemein für die Gesellschaft und speziell für den erfolgreichen Berufsweg junger Menschen hervor. „Wirtschaftswissen gehört zur Allgemeinbildung“, sagten beide unisono. Er hoffe, dass die vielfältigen Bemühungen um eine angemessenen Ökonomieunterricht in Schulen Früchte tragen, so Waskönig.

Die beiden Schulen hätten mit ihren Konzepten vorbildlich gezeigt, wie Schüler mit dem regionalen Wirtschaftsraum vertraut gemacht werden können, lobte Jurymitglied Dr. Claudia Verstraete (Institut für Ökonomische Bildung/IÖB). Der Michaelschule sei dies mit der Initiative „Tag des Handwerks“ überzeugend gelungen.

Das Alte Gymnasium Oldenburg wiederum biete nicht nur eine Gesamtkonzeption für die Ökonomische Bildung von der siebten Klasse bis zum Abitur, sondern integriere auch in Seminarfächern systematisch Praxiskontakte zur regionalen Wirtschaft. So wurden etwa in einem Seminarfach mit geografischem Schwerpunkt mit dem Thema „Untersuchung der regionalen Wirtschaft“ Baumschulen des Ammerlandes und ihre internationalen Kooperationen beleuchtet. Verstraete hob zudem das Engagement im Projekt „Durchblick“ von NWZ  und Landessparkasse zu Oldenburg mit dem Aachener IZOP-Institut hervor, das speziell für Seminarfächer an Gymnasien konzipiert wurde.

AGO-Schulleiter Frank Marschhausen wertete die Auszeichnung auch als Beleg dafür, dass die traditionsreiche Schule nicht nur auf dem richtigen Weg sei, „zu bewahren, sondern auch zu wagen“.

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Kaminski, Direktor des IÖB, zeigte in der von der Combo der Graf-Anton-Günther-Schule Oldenburg musikalisch umrahmten Veranstaltung die Entwicklungen im Bereich Ökonomischer Bildung hervor. „Wer versucht, die Welt ohne Berücksichtigung der ökonomischen Dimension zu verstehen, kann sie nicht angemessen erfassen“, meinte Kaminski.

Als große Herausforderungen sieht er erstens die Verbesserung der Fachkompetenz, zweitens die aus seiner Sicht notwendige Etablierung von Ökonomischer Bildung als eigenständiges Fach, drittens die Diskussion über neue Schulfächer, wie Verbraucherbildung und viertens die Frage der Gründungsmentalität.

Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), hielt in seinem Festvortrag ein engagiertes Plädoyer für mehr Nachhaltigkeit und mehr Investitionen in Bildung. „Investitionen in Bildung sind Investitionen in unsere Zukunft und in die Zukunft unserer Schüler“, betonte der Bremerhavener Unternehmer. Als falschen Schritt bezeichnete Kramer vor diesen Hintergrund die Rentenreform der neuen Bundesregierung. Dies sei eine fatale Verschiebung der Maßstäbe: Konsumption statt Investition in Bildung.

Zugleich kritisierte der Arbeitgeberpräsident den „Aktionismus in der Bildungspolitik“. Statt ständiger Reformen im Drei- oder Vierjahres-Rhythmus brauche es Nachhaltigkeit und mehr Konsens in der Bildungspolitik.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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