Haschenbrok - Die Revierpächter Georg Ellinghausen und Jürgen Hillen aus Döhlen sind froh, dass nun an der Landesstraße 870 in Haschenbrok zwischen Sage und Hengstlage das Geschwindigkeitsdisplay mit dem Hinweis „Wildwechsel“ zum Einsatz kommt. Die Kreisverkehrswacht hat es zur Verfügung gestellt. Die beiden Jäger wissen nämlich aus Erfahrung der vergangenen Jahre, dass die Zahl der Wildunfälle im dortigen Bereich stetig gestiegen ist. „Trotz einer verstärkten Bejagung dicht an der Straße und dem Anbringen von Warnreflektoren ist es uns nicht gelungen, den negativen Trend umzukehren“, erklärten sie.

Hegeringleiter Max Hunger und Kreisjägermeister Erich Kreye, die bei der Aufstellung des Gerätes und der roten Dreibeine am Freitag zugegen waren, wiesen auf die polizeiliche Unfallstatistik hin. Sie macht deutlich, dass sich auf der Landesstraße von der Kreisgrenze Vechta bis zum Stadtrand von Oldenburg immer wieder Wildunfallschwerpunkte ausmachen lassen.

Dort, wo die Straße durch Waldgebiete führt, müsse immer mit Wild gerechnet werden, warnen die Jäger nun eindringlich vor den Gefahren.

Durch die Dreibeine und die neue Geschwindigkeitsanzeige werden die Verkehrsteilnehmer direkt aufmerksam gemacht, dass Wildtiere plötzlich auftauchen können. „Wir können immer wieder nur appellieren, nicht nur dort besonders vorsichtig zu fahren, wo entsprechende Hinweise vorhanden sind, sondern gerade in der Dämmerung und Dunkelheit in Bereichen, wo es durch Waldgebiete geht“, so die Jägerschaftsvertreter.

Sie machten beim Ortstermin besonders darauf aufmerksam, dass derzeit die Brunft der Damhirsche läuft. Die liebestollen Hirsche überqueren auch zur Tageszeit die Straßen. „Die Unfallfolgen sind dann häufig verheerend“, so Erich Kreye.