[/VORSPAUTOR] - Die Sonne scheint auf leuchtend gelbe Dahlien, rote Erdbeeren hängen schwer über ein Ziegelmäuerchen und neben ordentlich gepflanztem Salbei und Currykraut wachsen Wildkräuter wie Brennnesseln. Anne Mümken steht mitten in ihrem Kräutergarten. „Ich würde am Wochenende gerne alle Ecken fertig haben, aber alles schafft man in so einem Garten wohl doch nicht“, sagt sie.
Im Rahmen der Huder Gartenerlebnisse 2009 öffnen Anne und Mike Mümken am Sonnabend und Sonntag ihre Pforte für Gartenfreunde. Diese können das „Herbstglühen“ entweder bei einer ganztägigen Radwanderung erleben oder die einzelnen Stationen auf eigene Faust erkunden (NWZ berichtete). Für das abschließende „Vier-Gänge-Menü aus Omas Garten“ ab 19 Uhr in der Klosterschänke sind noch Plätze frei (Anmeldungen unter 04408/7777).
Zum sechsten Mal nehmen die Mümkens bereits an den Huder Gartenerlebnissen teil. Und ein Erlebnis ist ihr Garten allemal. Auf 3000 Quadratmetern herrscht eine ausgewogene Mischung aus Nutz- und Ziergarten.
Den Kräutergarten hat Anne Mümken erst im Frühling dieses Jahres angelegt. Die Beete mit Oregano, Rosmarin, Baldrian, Zitronenmelisse und vielem mehr sind rückenfreundlich hoch gelegt. Kleine Mauern aus unterschiedlichsten Materialen geben dem Garten ein romantisches und gleichzeitig natürliches Flair.
„Wir versuchen unseren Garten kostengünstig anzulegen und verwenden lauter Dinge, die wir sowieso auf dem Hof haben“, sagt Anne Mümken. So finden sich in den Beeten allerlei Details, wie ein großes steinernes Kreuz. „Das stand auf dem Grab meiner Urgroßeltern. Wir finden, das macht sich unter dem Baum gut.“
Vor einer Obstwiese mit Pflaumen-, Mirabellen- und Kirschbäumen liegt ein großes Gemüsebeet mit Himbeeren, Möhren und Erbsen. In zwei Folientunneln gedeihen Gurken, Paprikas und Tomaten. Daneben schreitet man unter Buchenbögen zum Nachbarn, wenn einen nicht vorher der von Rosen und Clematis umrankte Naturpavillon zum Pausieren lockt. Von dort kann man seinen Blick durch die parkähnliche Weite schweifen lassen; er wird aber sogleich zum nächsten Blickfang gelenkt. In einem Buchsbaumkreis steht ein praller Quittenbaum, dahinter eine alte Holztür: „Die deutet unseren nicht vorhandenen Holzschuppen an.“ Dieser Garten ist ein Erlebnis mit vielen Überraschungen.
