Ramsloh - „Da wir leider nur eine sehr negative Unterstützung durch den Kreis- und Landesverband des SoVD erfahren haben und auch unsere Mitglieder uns haben im Regen stehen lassen, sind wir vor diesem Hintergrund nicht gewillt, unsere Ehrenämter weiterhin wahrzunehmen. Wir treten hiermit komplett als Vorstand des SoVD-Ortsverbandes Saterland mit Beendigung der Generalversammlung vorzeitig zurück“, sagte ein sichtlich enttäuschter Vorsitzender Aloys Budde. Gleichzeitig kündigten die Mitglieder des Vorstandes ihre Mitgliedschaft im SoVD zum Ablauf des Jahres 2013 und wollen ihre Kündigungen und den Rücktritt den übergeordneten Verbandsebenen in schriftlicher Form zuleiten.
„Wir sind zutiefst enttäuscht von dem Verhalten des Kreisverbandes und des Landesverbandes den Mitgliedern gegenüber“, betonte Budde, der sich bereits zu Beginn der Versammlung darüber geärgert hatte, dass trotz Einladung niemand vom Kreis- oder Landesverband zur Versammlung gekommen war.
Rechnet man den Vorstand des Ortsverbandes ab, waren keine zehn des noch 107 Mitglieder zählenden Ortsverbandes gekommen. Auch von den vorgesehenen zwölf Ehrungen hatten sich nur zwei wegen Krankheit abgemeldet, alle anderen waren gar nicht erst gekommen.
Ausführlich berichtete Budde über das vergangene Jahr. Im Mai 2012 hatte der Ortsverband noch 151 Mitglieder. Viele hätten sich nach dem Ausscheiden des ehemaligen Vorsitzenden abgemeldet.
Kurz erinnerte Budde an die Geschehnisse des vergangenen Jahres. Auf Einladung des Kreisverbandsvorsitzenden Bernhard Möller gab es im Januar 2012 eine Versammlung, in der mitgeteilt wurde, dass der bisherige Vorsitzende und seine Mitstreiter im August 2011 ihre Ämter fristlos niedergelegen, bis zur Versammlung jedoch noch keine Unterlagen herausgegeben hätten. Es wurde ein kommissarischer Vorstand gewählt, der Licht in das Dunkel bringen und die fehlen-den Unterlagen vom Vorsitzenden besorgen sollte (die NWZ berichtete). Dabei versprach der Kreisvorstand seine Hilfe, und auch die ersten Briefe des Landesverbandes klangen verheißungsvoll, denn auch hier wollte man eine lückenlose Aufklärung der vielen Ungereimtheiten, so Budde. Nachdem dann am 5. Mai 2012 der jetzige Vorstand gewählt worden war, war Funkstille. „Wir bekamen keinen mehr ans Telefon, sie meldeten sich nicht mehr, Mails wurden nicht beantwortet und Briefe verpufften. Der Kreisverband war auf einmal nicht mehr zu erreichen, und alles entpuppte sich als riesengroße Luftblase mit vielen Versprechungen und nichts dahinter“, so Budde. Der Landesverband habe sogar gegenüber der Presse einen „Freibrief“ für den ehemaligen Vorsitzenden herausgegeben. Alles wäre ganz anders, und die Unschuld hätte sich herausgestellt, somit wäre die Angelegenheit für den Landesverband erledigt.
Mittlerweile habe Budde beim Finanzamt Cloppenburg eine Anzeige gemacht und auch den Antrag auf Erteilung der Gemeinnützigkeit mit dem Hinweis auf die fehlen-de Unterschrift abgegeben. Zusätzlich habe er Anzeige bei der Polizei gegen die bisherigen Vorstandsmitglieder gestellt. Die Anzeige laufe mittlerweile wegen Unterschlagung, Untreue und Unterschriften- und Urkundenfälschung.
„Da auch heute wieder keine zehn Mitglieder gekommen sind, treten wir mit sofortiger Wirkung als Vorstand zurück“, sagte der Vereinsvorsitzende.
