Berlin - Commerzbank-Chef Martin Blessing fordert ein Gesetz gegen die dauerhafte Nutzung von Dispo-Krediten. Niemand sollte dauerhaft im Dispo sein, sagte er in einem Interview. „Es gibt günstigere Kredite. Ich finde deshalb ein Gesetz gegen das dauerhafte Nutzen des Dispo-Kredits sinnvoll, quasi eine Dispo-Nutzungsbremse.“ Die Bundesregierung plant eine Warnpflicht. Verbraucherschützer begrüßen dies.

„Der Dispo ist der teuerste Kredit, den eine Bank hat“, sagt Kerstin Backofen von Stiftung Warentest. Er sei nur geeignet, einen finanziellen Engpass kurzfristig zu überbrücken. Für das Überziehen des Kontos müssen Kunden derzeit im Schnitt etwa 10 Prozent Zinsen bezahlen, knacken sie auch das Dispokredit-Limit, so werden um die 14 Prozent fällig.

Blessing schlug vor: „Kunden könnten nach zehn Tagen im Dispo einen automatischen Hinweis von der Bank per SMS oder E-Mail bekommen. Dann könnten wir mit ihnen über günstigere Kredite reden.“