fünf schritte zum verkaufserfolg
Akzente:Der Kunde muss wieder König werden.
Öffentlichkeit:
Der Kunde muss das Geschäft wahrnehmen.Gesicht:
Das Unternehmen braucht eine individuelle Identität.Konsequenz:
Ware, Mitarbeiter und Geschäft müssen zur Identität des Unternehmens passenGemeinsamkeit:
Einzelhändler am Ort müssen wie ein Center denken und geschlossen auftreten.Die Einzelhändler der Innenstadt sollten geschlossen auftreten. Sie müssten „denken wie ein Einkaufszentrum“.
Von Mirco Schönfeld
JEVER - „Ein einmal verabschiedetes Design zu ändern ist eine Todsünde!“ Diese Faustregel gaben Susanne Spanhake und Niels Bellmann von der Werbeagentur „2stand4 communication“ aus Oldenburg ihren Zuhörern mit auf den Weg. Die Marketing-Experten referierten im Rahmen einer Vortragsreihe des Arbeitskreises Wirtschaft und Einzelhandel des Stadtmarketings Jever zum Thema „Kundenbindung ganz praktisch – oder was kann ich tun, um kurzfristig mehr Umsätze zu erwirtschaften?“Ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs sei die so genannte Corporate Identity, das „gesamte und einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens“ nach außen und nach innen. Das Geschäft müsse sich eine individuelle Identität schaffen, die nicht nur konsequent nach außen getragen werden müsse, sondern von der man in erster Linie selbst überzeugt sei. Dazu gehöre es auch, „einmal beschlossene Designs“ beizubehalten und „zu leben“. Die Einzelhändler müssten sich fragen „Liebe ich mein Geschäft?“
Außerdem stellten Susanne Spanhake und Niels Bellmann den Einzelhändlern Möglichkeiten vor, sich gegen große Supermärkte oder Einkaufszentren zur Wehr zu setzen. Die „kleinen“ Geschäfte der Innenstadt müssten lernen, wie ein großes Center zu denken und sich eine gemeinsame „Corporate Identity“ erarbeiten, so Spanhake.
Die Referenten zeigten den Geschäftsleuten, wie Jever auf die Touristen wirkt und betonten, dass kaum eine Kleinstadt von vergleichbarer Größe so bekannt sei wie Jever. Das Bild, das jeder, der zum ersten Mal nach Jever kommt, von dieser Stadt im Kopf hätte, sei das eines gemütlichen, verträumten Städtchens „ohne Kompromisse“ und „ohne anderes Bier“. Diesen Gedanken sollten die Einzelhändler weiterführen, um eine individuelle Identität der Innenstadt zu prägen.
Ihre Theorien verdeutlichten die Marketingexperten mit konkreten Beispielen. Um den Anwesenden vor Augen zu führen, was die Kunden einlädt und was sie eher abschreckt, zeigten sie Bilder von Ladenfronten einiger hiesiger Geschäfte.
Die Denkanstöße der Referenten nutzten die Zuhörer, um mit den beiden Vortragenden in regen Dialog zu treten.
Im Anschluss gab es für alle Besucher die Möglichkeit, sich bei einem Umtrunk auszutauschen und die vermittelte Theorie in erste Ideen umzusetzen.
