Bardewisch - Anstatt 2014 sein 95-jähriges Bestehen zu feiern, wird der Name VSK Bardewisch zum 1. Januar aus dem Vereinsregister verschwinden. Das wurde am Freitag einstimmig auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Gasthaus Bremer Schlüssel beschlossen. Sämtliche Angebote und Kurse bleiben jedoch mindestens ein Jahr bestehen.
Anstatt die Auflösung des Vereins voranzutreiben, hatte der Vorstand nach einem Verschmelzungspartner gesucht. Notwendig war dieser Schritt geworden, nachdem auf der Jahreshauptversammlung im Frühjahr niemand den Vorsitz übernehmen wollte. Werner Ohlenbusch, der den Verein seit 34 Jahren leitet, legte aber nicht einfach sein Amt nieder, sondern begab sich auf die Suche nach einem geeigneten Fusionspartner, der sich im Lemwerder Turnverein (LTV) fand. „Was Besseres, als die Verschmelzung mit dem LTV hätte uns nicht passieren können“, lobte Ohlenbusch nach den Vorbereitungen zum Zusammenschluss den Vorstand des LTV. Immer offen, fair und ehrlich sei es bei den Verhandlungen zugegangen, die ein äußerst komplizierter rechtlicher Vorgang sind. „Das Umwandlungsrecht ist eines der schlimmsten Gesetze“, bestätigte auch Rechtsanwalt und Notar Jürgen Nipper, der den Verschmelzungsvertrag mit beiden Vereinsvorständen ausgearbeitet hatte. Vorteile gibt es dabei für die Mitglieder beider Vereine, denn ab 1. Januar stehen sämtliche Angebote zum niedrigeren LTV-Beitrag zur Verfügung und Doppelmitgliedschaften entfallen. Die Beiträge des VSK zieht der LTV künftig automatisch ein.
Traditionsveranstaltungen, wie das Maibaumsetzen, den Volkswandertag oder die jährliche Radtour bleiben erhalten. Und auch die VSK-Vereinsfahne im Vereinsheim reiße man natürlich keinesfalls nach der Übernahme gleich von der Wand, beruhigte LTV-Vorsitzende Christina Winkelmann die Anwesenden. Nun müssen nur noch die LTV-Mitglieder am kommenden Donnerstag, 28. November, 20 Uhr, in der Milchbar der Ernst-Rodiek-Halle der Verschmelzung zustimmen.
