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Geschenk Jetzt sind die Schüler am Zug

WAHNBEK - Peter Strop kann sein Glück noch gar nicht fassen. Der Leiter der Modellbahn-AG der Grundschule Wahnbek steht gemeinsam mit Peter Iven auf dessen Dachboden. Aufgebaut ist dort eine digitale Modelleisenbahnanlage, die Iven nun den Schülerinnen und Schülern der AG zur Verfügung stellen möchte – als Geschenk.

„Ich habe in der

NWZ

  einen Bericht über die Modelleisenbahn-AG gelesen und gleich gewusst, dass meine Anlage dort in guten Händen ist“, sagt Iven. Die Miniaturzüge und Schienenstränge befinden sich ungenutzt auf seinem Dachboden. Nun möchte er den Schülern mit der Anlage eine Freude bereiten.

Und die dürfte angesichts der umfangreichen Sammlung, die Iven am Mittwoch offiziell an Strop übergab, enorm sein. „Vom Material her verdoppeln wir unsere bestehende Anlage mit den neuen Teilen“, sagt der AG-Leiter. Neben zahlreichen Loks und Waggons gehören unzählige Schienen, Signale, 36 Weichen und eine Drehscheibe mit Lokschuppen zu der Sammlung.

Ein Wunsch der Kinder

„Aus der Drehscheibe und dem Lokschuppen lässt sich ein Bahnbetriebswerk bauen“, weiß Strop und fügt an: „Es war schon lange ein Wunsch der Kinder, so etwas in unsere Anlage zu integrieren.“

Das großzügige Geschenk bietet noch einen weiteren Vorteil. Bei Ivens Anlage handelt es sich um eine komplett digital betriebene. Während die in der Grundschule Wahnbek aufgebaute Modelllandschaft analog betrieben wird. „Die Schüler haben die einmalige Gelegenheit, beide Techniken nebeneinander zu erleben“, sagt Strop.

Und damit soll es schon bald losgehen: „Mit der nächsten Schülergruppe, die nach den Sommerferien in der AG anfängt, möchte ich mit dem Aufbau der Digitalanlage beginnen“, kündigt er an.


Bevor es soweit ist, muss die umfangreiche Sammlung allerdings erst einmal von Ivens Dachboden in die Schule gebracht werden. „Dafür muss ich die Anlage leider auseinander bauen“, sagt Strop. Er sieht die Chance, in der Grundschule nun diese zweite, digitale Anlage aufzubauen und mit Hilfe eines Übergabemoduls mit der bestehenden analogen Anlage zu verbinden.

Noch Holz benötigt

Den Unterschied zwischen den beiden Techniken erklärt der AG-Leiter so: Wird bei der analogen Anlage der Trafo eingeschaltet, bewegt sich jeder Zug, der sich auf der jeweiligen Schiene befindet. Bei der digitalen Variante können auch einzelne Züge auf derselben Schiene unabhängig voneinander betrieben werden. Zudem können die digital betriebenen Loks Geräusche machen und eine Imitation von Dampf erzeugen.

Um die Anlage in der Grundschule zu errichten, benötigt die AG nun allerdings noch weiteres Holz. Darauf soll die Modelllandschaft dann aufgebaut werden, erklärt Strop.

Peter Iven

lebt seit 1968 in Wahnbek. Der heute 74-Jährige war zehn Jahre Vorsitzender des Ortsvereins und stand anschießend 14 Jahre an der Spitze des TuS Wahnbek.

Eine Modelleisenbahn

zu besitzen, sei schon immer sein großer Traum gewesen, sagt Iven. Als er 2001 in den Ruhestand ging, begann er mit dem Aufbau der Anlage auf dem Dachboden seines Hauses.

Dass er gelernter

Eisenbahner ist, kam Iven zugute. „Ich habe alle Stufen bei der Bundesbahn durchgemacht“, erzählt der 74-Jährige, der später viele Jahre bei der Bundeswehr tätig war und bis zu seinem Ruhestand als Vertreter und im Innendienst einer Versicherung arbeitete.

Die jetzige Anlage

ist bereits die zweite, die Iven aufbaute. Drei Jahre arbeitete er daran.
Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede
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