„Sortimentsbeschränkungen sind für den Standort Jever insgesamt schädlich, weil sie die Ansiedlung eines Famila-Marktes verhindern und allenfalls noch kleinere Strukturen, wie etwa eines Edeka-Neukauf-Marktes zulassen“, so Hillers mit Blick auf die derzeitige Diskussion zwischen Stadtrat und Gewerbe.
Er beklagt, dass die jeverschen Kaufleute die Vorteile des SB-Warenhaus-Neubaus nicht wahrnähmen: Die derzeitige Planung sehe als Kompromiss seitens des Investors auf Wunsch der Innenstadt-Kaufleute eine Reduzierung der Fläche des SB-Warenhauses (inklusive Kleinpreis-Fachmarkt und Vorkassenzone) um 1400 Quadratmeter (entspricht der Fläche von zwei Lidl-Märkten) vor. „Eine Verschlechterung der Situation der Innenstadt-Kaufleute ist also auszuschließen, das GMA-Gutachten der Stadt Jever belegt das“, so Hillers.
Zusätzlich solle ebenfalls auf Wunsch der Innenstadt-Kaufleute die Attraktivität des Einkaufsstandortes Jever mit einem bisher nicht vorhandenen Elektro- und Elektronik-Fachmarkt mit einer Verkaufsfläche bis 2000 qm erhöht werden. Das hebe die Attraktivität Jevers und damit auch der Innenstadt. „SB-Warenhaus und Innenstadt-Kaufleute ergänzen sich“, betont Hillers für die Investoren-Familie.
Es sei ihm unverständlich, dass in den Umlandgemeinden extreme Ausweitungen von Verkaufsflächen erfolgt sind, denen die jeverschen Interessengruppen nicht widersprochen hätten, während die Verkaufsflächenreduzierung in Jever selbst den gegenteiligen Effekt auslöse.
Unterdessen kritisierten die Fraktionsvorsitzenden von FDP und Grünen im Stadtrat Jever, Arnulf Hartl und Bernhard Schwanzar, die erneuten Abweichungen vom Grundsatz-Beschluss für den Bebauungsplan des SB-Warenhaus-Neubaus vom Dezember 2004 mit dem weiteren Fachmarkt. „Jegliche Veränderungen, die einzig und allein als Ziel haben, ein „Famila“-Konzept vorhabenbezogen umzusetzen, weil ein bereits bestehender Vertrag erfüllt werden muss, sind für uns inakzeptabel“, teilte Arnulf Hartl für die FDP mit.
„Die Grünen bestehen auf ihrer Forderung, den Fachmarkt genau zu definieren oder darauf zu verzichten“, betonte Schwanzar.
