Ganderkesee/Hude - Wie bedeutsam die Fusion der Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) Oldenburg-Delmenhorst und Verden im vergangenen Jahr war, hob Vorsitzender Günter Westermann aus Meierhafe auf der Jahreshauptversammlung der neu entstandenen „Ober-FBG“ Hunte-Weser hervor.

Durch den Zusammenschluss werde die Bewirtschaftung der angeschlossenen Waldflächen und der zur Aufforstung bestimmten Grundstücke verbessert, erklärte er. Nachteile in Form von geringer Flächengröße und ungünstiger Flächengestalt würden überwunden und die Ertragsfähigkeit des Waldes gesteigert.

Mit großer Mehrheit stimmten die Mitglieder bei der Versammlung gegen eine Waldkalkung. Der Hintergrund: Die Mitglieder müssten 19 Prozent der Kosten selbst tragen.

Wahlen zum Vorstand standen in diesem Jahr nicht auf der Tagesordnung. Nur ein Kassenprüfer musste neu gewählt werden: Marco Lueken (Sage) löst in diesem Amt Helmut Bruns aus Hellbusch ab. Die FBG Oldenburg-Delmenhorst zählt 624 Mitglieder mit mehr als 5400 Hektar Wald.

Zur Sitzung war auch Dr. Henning Meesenburg von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt Göttingen geladen. Er referierte über „Forstwirtschaft im Zeichen des Klimawandels“. Unter anderem ging er darauf ein, welche Baumarten in Zukunft gepflanzt werden sollten und wie die Schädlingsentwicklung in den kommenden Jahren aussieht. Vor ihrer Sitzung hatten sich die Mitglieder im Hasbruch zu einer Waldbegehung getroffen.