WALLDORF - Europas führender Softwarekonzern, SAP aus Walldorf, hat den unerlaubten Zugriff auf Datenbanken seines Erzrivalen Oracle gestanden. Die Industriespionagevorwürfe des US-Konzerns wies Vorstandschef Henning Kagermann am Dienstag in einer ersten Erwiderung auf die Oracle-Klage aber vehement zurück. Die SAP-Tochter „Tomorrow Now“ habe zwar Wartungsdokumente des US-Konkurrenten in „unangemessener Weise“ heruntergeladen. Die Muttergesellschaft habe aber keinen Zugang gehabt und damit auch keinen Diebstahl geistigen Eigentums begangen.
Kagermann kündigte personelle Konsequenzen bei der US-Tochter an. Sie hat einen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro.
Oracle-Chef Larry Ellison hatte SAP verklagt. Am 4. September sollen die weiteren Schritte in dem Verfahren vor einem US-Gericht besprochen werden.
