Waltrop/Hude - Dass es einen Ort gibt, der genauso heißt wie er, hat den 20-jährigen Yannik Hude aus Waltrop (Nordrhein-Westfalen) schon sehr verwundert, wie er sagt. „Vor einigen Jahren habe ich im Internet nach meinem Namen gesucht. Eigentlich wollte ich nur andere Menschen mit dem gleichen Nachnamen finden“, sagt der Flugzeugmechaniker.

Doch bei seiner Suche stieß er immer wieder auf die Gemeinde Hude, seine Namensvetterin im Landkreis Oldenburg, 240 Kilometer von seiner Heimat entfernt. „Von dem Örtchen hatte ich vorher noch nie etwas gehört. Vermutlich hat aber ein Huder genauso wenig von Waltrop gehört“, schmunzelt der 20-Jährige. Woher der Nachname stammt, wisse er nicht. Auch mit Niedersachsen habe er vorher nicht viel am Hut gehabt. „Meine Familie konnte mir da auch nicht weiterhelfen. Die haben erst durch mich erfahren, dass es einen Ort Namens Hude gibt“, erklärt er.

Für ihn war klar: „Da muss ich hin.“ Zu dem Zeitpunkt war er allerdings noch nicht 18 und hatte kein Auto. Am vergangenen Wochenende war es dann aber soweit. Gemeinsam mit seiner Freundin machte er sich auf den Weg gen Norden. „Eine Nacht sind wir in Hude geblieben, in Burgdorfs Hotel. Dann waren wir noch für drei Tage in Hamburg. Aber Hude war der Hauptgrund für den Ausflug“, sagt der Nordrhein-Westfale.

Nachdem ein obligatorisches Foto mit einem Huder Ortsschild geknipst wurde, schauten sich Yannik Hude und seine Freundin ein bisschen um. „Die Landschaft ist wunderschön. Und auch die Klosterruine ist sehr beeindruckend. Da hätten wir uns gerne näher umgesehen“, sagt er. Beim Bildhauer-Symposion, das am 18. August endete, kam es zu einer kuriosen Begegnung: „Ein Mann fragte uns, warum wir so weit gereist seien, um uns die Holzskulpturen anzugucken. Nachdem er gehört hat, dass wir nur wegen des Namens Hude gekommen sind, wollte er ein Foto mit mir. Das fand ich total witzig“, sagt Yannik Hude.

Der 20-Jährige ist sich ganz sicher: „Auf jeden Fall muss ich Hude wieder besuchen, schon allein deshalb, weil ich mir die Klosterruine genauer angucken möchte.“ Dann möchte er auch seinen Vater mitbringen. „Er hat sich nämlich auch einen Besuch in Hude vorgenommen“, erklärt Yannik Hude.