WANGERLAND/BERLIN - Die Internationale Grüne Woche in Berlin ist auch für die Mitglieder der Landjugend Jeverland ein Magnet. 20 Landjugendliche fuhren deshalb für ein langes Wochenende nach Berlin, um sich über Neuerungen in der Landwirtschaft zu informieren, Politik zu hinterfragen, Geselligkeit zu pflegen und in der kurzen Zeit ein wenig von Berlin zu sehen.
Natürlich stand eine Podiumsdiskussion mit Bauernpräsident Gerd Sonnleitner und der neuen Landwirtschaftministerin Ilse Aigner über Fragen der ländlichen Entwicklung auf dem Programm der Landjugend Jeverland. Breitbandverkabelung, zu wenige Ärzte auf dem Land und fehlende Einkaufsmöglichkeiten vor Ort waren einige der angesprochen Stichworte. Das Fazit: Es muss mehr für den ländlichen Raum getan werden.
Beeindruckend war für die jungen Leute aus dem Jeverland auch das große kulinarische Angebot auf der Grünen Woche. „Das kann man sich nicht vorstellen, was es alles gab, vom Essen über musikalische Angebote bis hin zu Tanzgruppen“, sagte Reent Weerda, Bezirksvorsitzender der Landjugend Oldenburg für die Kreise Wesermarsch, Friesland, Oldenburg und Ammerland. Mit seiner Gruppe besuchte er außerdem das 2008 eröffnete Wachsfigurenkabinett „Madame Tussauds“.
An Schlaf sei in der Zeit von Sonnabend bis Dienstagfrüh nicht viel zu denken gewesen, so Weerda. Die Jeveraner übernachteten auf einem Hausboot auf der Spree.
Besonderen Spaß hatten sie und Mitglieder anderer Landjugendgruppen an einer Schnitzeljagd durch Berlin. Hier galt es, mit U- und S-Bahnen „Mister X“ zu finden, der den anderen Teilnehmern immer einige Stationen voraus war. „Das war spannend, denn wir haben nicht nur die Verkehrsinfrastruktur kennen gelernt, sondern einiges von Berlin gesehen und uns mit anderen Landjugendvertretern ausgetauscht“, so Weerda.
Natürlich war die Teilnahme am Bundes-Landjugendball und am Ball der Niedersächsischen Landjugend Pflicht.
