Wangerooge - Seit Montag, 15 Uhr, ist das „Baustellencafé“ im Insel-Westen geschlossen: Am 16. September rücken die Bagger an, um das Westturm-Café teilweise abzureißen. „Es hat lange genug gedauert – nun können wir starten“, sagt Tobias Orthmann von der Oldenburger White-Gruppe.

Das Westturm-Café wird umgebaut: Die Unternehmer Verena Coordes und Tobias Orthmann bauen dort ein Drei-Sterne-Aparthotel mit 13 Ferienwohnungen; ein Teil des Bestands bleibt stehen, ein Teil muss komplett abgerissen werden, weil er marode ist. Die neuen Apartments werden zwischen 19 und 107 Quadratmeter groß und sind für zwei bis acht Personen geeignet. Zudem gibt es fünf Personalwohnungen.

das Westturm-Café

Das Gebäude des Westturm-Cafés besteht seit 1936. Im März 2016 kaufte es die White Wangerooge GmbH. Davor waren das Oldenburger Software-Unternehmen Ashampoo und zuletzt die Abalio Real Estate UG Eigentümer. Neben einem Café ist dort auch ein Fahrradverleih.

Der Fahrradverleih soll ebenso bestehen bleiben wie das Café. Wenn alles nach Plan läuft, soll das neue Hotel am 1. März 2021 eröffnen.

„Wir hoffen, dass wir nun durchbauen können – das Projekt hat sich lange genug verzögert“, sagt Orthmann: Zunächst war der Baustart für Herbst 2018 geplant, dann wurde er aufs Frühjahr 2019 verschoben. Es war schwierig, Bauunternehmen für das Vorhaben zu finden. „Doch nun haben wir die Baumannschaften komplett“, so Orthmann.

Der Zeitplan für den Bau ist straff: Den Winter über soll der Rohbau hochgezogen werden, „wenn dann die Baupause auf Wangerooge gilt, sollte das Gebäude so weit dicht haben, dass wir den Sommer für den Innenausbau nutzen können“, sagt der Unternehmer. Die Eröffnung ist für 1. März 2021 angesetzt – pünktlich zum Saisonstart.

„Wir drücken alle die Daumen, dass der Winter mild wird und der Bau vorangehen kann.“

Rund 6 Millionen Euro investiert die White GmbH in das Wangerooge-Projekt, das Land unterstützt den Neubau mit 1,49 Millionen Euro . „Ich sehe in dem Bau eine Chance, den Inselwesten zu bereichern. Der tolle Standort mit einem wunderbaren Blick aus dem Gebäude über die Insel kann deutlich mehr hergeben“, sagt Orthmann.