WANGEROOGE/JUIST - Extremes Niedrigwasser wegen des starken Ostwinds

hat den Fährverkehr zu den ostfriesischen Inseln am Freitag

eingeschränkt. Die Abfahrtzeiten der Schiffe von und nach Norderney,

Langeoog, Wangerooge und Spiekeroog mussten mehrfach verschoben

werden. Besonders schwierig gestaltete sich die Situation auf der


Insel Juist, wie Heiko Knieper, Prokurist der Reederei Norden-Frisia,

am Freitag in Norddeich sagte.

Am Mittag habe von Juist aus nur eine Passagierfähre mit

geringerem Tiefgang eingesetzt werden können. Bei extremem

Niedrigwasser sei die Insel besonders schwer zu erreichen, weil keine

Fahrrinne vorhanden sei und die Fähre über das Wattenmeer manövriert

werden müsse.

Am Donnerstag hatten deshalb zwischen Norddeich und Juist keine

Fähren verkehren können. Die Reederei setzte Flugzeuge im

20-Minuten-Takt ein und beförderte auf diese Weise rund 370

Passagiere zum Festland. Am Freitagmorgen seien weitere 540 Menschen

mit zwei kleinen Schiffen nach Norddeich gebracht worden, sagte

Knieper. Er erwarte, dass am Sonnabend rund 400 bis 500 Personen auf

Juist an Bord gingen. Vielfach handele es sich um Silvester- und

Neujahrsgäste. Mittlerweile entspannt sich die Situation aber

zusehends.

Wegen des Niedrigwassers muss die Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge auch die Fährzeiten an diesem Sonnabend, 5. Januar, anpassen. Das Schiff nach Wangerooge legt in Harlesiel um 8.40 und 11 Uhr ab. Die ursprüngliche Fähre um 11.40 Uhr entfällt. Um 10.10 Uhr startet am Sander Bahnhof der Tidebus. Von Wangerooge zum Festland fährt das Schiff um 9, 9.30 und 18.30 (ursprünglich: 17.30) Uhr. In Harlesiel haben Bahnreisende um 11.30 Uhr Anschluss an einen Tidebus nach Sande.