WANGEROOGE/KASSEL - Schon die Nominierung war ein Erfolg. Nun wurde dieser Erfolg mit einem 1. Platz gekrönt: Die Werbegemeinschaft der Ostfriesischen Inseln (OFI) ist am Donnerstagabend auf dem deutschen Tourismustag in Kassel mit dem Deutschen Tourismuspreis 2008 ausgezeichnet worden (die NWZ berichtete).
„Das ist eine Anerkennung und Ansporn, innovative Kampagnen zu entwickeln“, sagt Wangerooges Bürgermeister Holger Kohls im NWZ -Interview. Kohls nahm den Innovationspreis als OFI-Vorsitzender gemeinsam mit Wangerooges Marketingleiterin Marion Weber sowie Vertretern der Inseln Juist und Norderney in Kassel entgegen.
Prämiert wurde die Idee einer „Stammgastmesse“: Die sieben Inseln hatten im Frühjahr treue Besucher zu einer Messe in Essen eingeladen und dort mit neuen Informationen über ihre Lieblingsinsel und ost-friesischen Spezialitäten verwöhnt.
Für den Preis gab es 74 Bewerbungen. Platz zwei ging an die „Gute Nacht Geschichten“ des Tourismusverbands Mecklenburg-Vorpommern, Platz drei an die Kinderferienreise „Toggo Sommercamp Schwarzwald“ der RUF Jugendreisen Trend Touristik GmbH.
„Unsere Preisträger fallen durch kreative und innovative Ideen auf. Sie zeichnen sich durch eine gelungene Umsetzung aus und bestechen durch Zielgruppengenauigkeit, emotionale Marketingansprache und effektive Kooperationen“, lobte DTV-Präsident Reinhard Meyer die Sieger.
Die Werbegemeinschaft der Ostfriesischen Inseln habe mit ihrer Stammgast-Messe klassisches Messe-Marketing für den Endkunden neu interpretiert. Zeitpunkt und Ort habe die Werbegemeinschaft mit Bedacht zur Hauptbuchungszeit im Ruhrgebiet, dem Hauptquellgebiet der Inselgäste, gewählt. Die Jury überzeugte besonders das zielgenaue Messemarketing. Darüber hinaus würdigte sie „die einfache, aber perfekte Umsetzung des Empfehlungsmarketings, das authentisch-regionaltypische Ambiente und den vermittelten Belohnungscharakter für die Stammgäste“.
Gratulationen kamen auch vom Städte- und Gemeindebund. „Die Auszeichnung zeigt die hohe touristische Qualität in NIedersachsen“, so der Tourismus-Experte des Verbands, Meinhard Abel.
Nun gelte es, gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen die Ferienregelung zu überarbeiten und die Überlappung von Ferienzeiten zu korrigieren. Für den Tourismus in Niedersachsen habe jeder Tag weniger Ferien negative Folgen für Umsätze und Arbeitsplätze.
Interview auf Region, s. 12
