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Küstenschutz Bisher viel Schrott, aber keine Munition

Melanie Hanz

WANGEROOGE - Die Wangerooger Deiche und Schutzdünen sind gut durch den Winter gekommen. So lautet das Ergebnis der Frühjahrsdeichschau am Donnerstag. Auch Strandabbrüche hielten sich in Grenzen: Zwei große Herbstfluten hatten zwar eine Abbruchkante von rund 1,5 Metern hinterlassen, die wurde aber mit dem Aufschütten von gut 20 000 Kubikmetern Sand bereits behoben.

Zur Vorbereitung der geplanten Erhöhung des Dorfgrodendeichs sondiert die Firma KMB Kampfmittelbeseitigung den Deich zurzeit landseitig, nachdem im vergangenen Herbst die Seeseite sondiert worden war (die

NWZ

  berichtete). „Gefunden wurde bisher viel Schrott, aber keine Munition“, sagte Walter Meinerts vom Wangerooger Bauamt.

Beim Deckwerk im Westen, das ebenfalls saniert werden muss, hat das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) zugesagt, die Gemeinde in die Planung einzubeziehen. Die Inselgemeinde möchte das Deckwerk im Rahmen einer angedachten Aufwertung des Inselwestens künftig ebenfalls touristisch nutzen – „ein Vorbild ist Norderney“, sagte Meinerts. Statt Beton beherrschen dort Granit und Sandstein das Bild, die geklinkerten Schwallwände und Kronenmauern auf dem Deckwerk bieten Sitzmöglichkeiten mit Blick aufs Meer.

Angemerkt hat die Verwaltung in diesem Zusammenhang, dass der ehemalige Badestrand im Westen fast komplett weggespült ist und es wünschenswert sei, wenn dort wieder ein kleiner Strand aufgespült würde, damit die Urlauber auch im Westen vernünftig baden können.

Versprechen wollten die WSA-Vertreter nichts, aber sie wollen diese Anregung bei der Planung der Deckwerksanierung mitberücksichtigen, berichtete Meinerts. Wenn Ende Mai/Anfang Juni die ersten Pläne vorliegen, wollen Gemeinde und WSA gemeinsam Lösungen finden.

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