WANGEROOGE - An der Seeseite der Harlehörn-Düne auf Wangerooge werden seit dieser Woche rund 10 000 Kubikmeter Sand eingebaut, um die Düne zu verbreitern. Dadurch soll die Sturmflutsicherheit der Schutzdüne, die den Südwest-Zipfel der Insel bildet, verbessert werden.
Träger dieser Küstenschutzmaßnahme ist die Betriebsstelle Norden-Norderney des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Wilhelmshaven beteiligt sich ebenfalls an der Maßnahme, um den Deckwerksabschluss am Westkopf der Insel mit dem Sandsackdeckwerk zu sichern. Dort beginnt die Harlehörn-Düne.
„Die Harlehörn-Düne besitzt eine wichtige Funktion für den Küstenschutz: Sie verbindet den Hafen Wangerooges mit dem Westteil der Insel und schirmt die Inseldeiche in Sturmfluten gegen hohe Wellen ab“, erklärt NLWKN-Betriebsstellenleiter Frank Thorenz. Der Winter 2011/2012 war zwar recht sturmflutreich, da es sich aber um insgesamt leichte Sturmfluten handelte, hielten sich die Dünenabbrüche mit bis zu zehn Metern noch in Grenzen. Zudem habe der im Strand liegende ca. einen Kilometer lange Steindamm den Strand wirksam stabilisiert, so Thorenz.
„Dennoch muss die Düne auf Teilstrecken verstärkt werden, um für das Winterhalbjahr 2012/2013 ausreichend wehrhaft auch für den Fall sehr schwerer Sturmfluten zu sein“, erläuterte er.
Der Sand wird in der Nähe der Hafeneinfahrt, wo sich eine Menge Sand abgelagert hat, mit Hilfe eines Baggers gewonnen und mit geländegängigen Transportfahrzeugen zur Düne transportiert. Die Maßnahmen soll innerhalb von zwei bis drei Wochen abgeschlossen sein, „falls die Witterungsverhältnisse stabil bleiben“, sagte Projektleiter Theo van Hoorn.
Mit der Verstärkung soll die Harlehörn-Düne für die kommende Sturmflutsaison gewappnet sein – Sandverluste bei Sturmfluten im Winterhalbjahr sind völlig normal, um sie aufzufangen, wird die Düne jedes Jahr wieder vorsorglich mit einem „Puffer“ aus Sand ausgestattet.
