Wangerooge - Tourismusstandort Wangerooge, bezahlbarer Wohnraum auf der Insel, die finanzielle Situation der Inselgemeinde – in seiner Neujahrsansprache vor rund 120 Gästen und Ehrengästen vom Festland hat Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr am Sonntag im Parkhotel New Hampshire etliche Themen angesprochen, die die Insel immer wieder und vermutlich noch lange beschäftigen werden. Das Thema „Strand“ wollte er wie auch die Dauerbrenner Deckwerkssanierung, Hafenumbau und die Fahrrinnenausbaggerung eigentlich aussparen – doch das Orkantief „Benjamin“, das vergangene Woche im Norden tobte und große Teile von Wangerooges Strand wieder ins Meer gerissen hat, machte zumindest diesen einen Vorsatz für das neue Jahr zunichte. Der nicht mehr vorhandene Strand war natürlich großes Thema.
Das Thema „Gemeinsamkeit“ durchzog viele Themen Fangohrs für die Insel. Und auch beim Strand geht es nur gemeinsam: „Der Landkreis Friesland wird uns in diesem Jahr wieder mit 100 000 Euro unterstützen“. Und auch das Land Niedersachsen hilft: zweimal 270 000 Euro – insgesamt also 540 000 Euro – fließen an Bedarfszuweisungen für 2018 und 2019 aus Hannover nach Wangerooge. „Da die Mittel nicht zweckgebunden sind, wird damit der Strandaufbau mitfinanziert.
Beim Neujahrsempfang blickte Marcel Fangohr, der am Sonntag genau ein halbes Jahr im Amt war, auch zurück: Er erinnerte ganz besonders an seinen Amtsvorgänger Dirk Lindner, der im vergangenen Januar plötzlich und unerwartet gestorben ist. Eine enge Personaldecke und viele krankheitsbedingte Ausfälle sorgten 2018 zudem für Probleme in der Gemeinde- und Kurverwaltung. Er hätte nach einem halben Jahr im Amt die Insel gern schon viel weitergebracht, allerdings machte das Tagesgeschäft ihm oft einen Strich durch die Pläne. Es gibt noch viel zu tun: „Aber gemeinsam werden wir das neue Jahr 2019 meistern.“
