Wangerooge - Die Gemeinde- und Kurverwaltung Wangerooge beklagt den Informationsfluss und die Beteiligung an Entscheidungen des Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Wilhelmshaven: Bereits Anfang März sei die Öffentlichkeit darüber informiert worden, dass das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven das alte südliche Fahrwasser zwischen Harlesiel und Wangerooge endgültig schließt.
Erhebliche Auswirkung
Die Verschiebung des Fahrwassers hatte bereits 2018 massive Auswirkungen auf den Fährverkehr zur Insel, die Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge musste den kompletten Fahrplan im Frühjahr 2018 erneuern, kritisiert Insel-Bürgermeister Marcel Fangohr. „Die endgültige Schließung des Fahrwassers und das Einziehen der Betonnung wurden seitens des Wasser- und Schifffahrtsamts Wilhelmshaven mit den Tourismusverantwortlichen auf der Insel nicht thematisiert“, sagt er. Das sei mehr als bedauerlich. Denn: „Die Auswirkungen auf den Tourismus sind erheblich. Da wäre es das Mindeste, mit den Tourismusverantwortlichen der Insel ins Gespräch zu kommen.“ sagt Fangohr.
Ebenfalls ohne jedwede Einbeziehung von Dritten werde seitens des WSA Wilhelmshaven der Dünenübergang am Bielefelder Haus auf Wangerooge in diesem Frühjahr geschlossen und nicht wieder begehbar sein. Die Treppe soll aufgrund von Baufälligkeit abgerissen werden. „Dieser Übergang hat einen erheblichen touristischen Nutzen. Die Aussichtsplattform auf der Dünenkette ist ein touristischer Hotspot. Und nicht nur das Bielefelder Haus, sondern auch weitere Beherbergungsbetriebe im Westen sind auf diesen Dünenübergang angewiesen“ sagt Fangohr. „An solchen Entscheidungen muss die Gemeinde beteiligt werden“, fordert er. „Eine Beteiligung der Gemeinde Wangerooge an dieser Entscheidung hat aber nicht stattgefunden“, betont er. So gebe es auch keine Möglichkeit mehr, den geschlossenen Dünenübergang in Inselplänen und anderen Infomaterialien für Inselgäste zu kennzeichnen. „Der Unmut darüber ist in der Gemeinde- und Kurverwaltung entsprechend groß“, sagt er.
Baustelle am Deckwerk
Die Baustelle am Deckwerk wird in diesem Jahr laut Aussagen des WSA Wilhelmshaven ebenso nicht weiter betrieben werden. „Augenscheinlich scheint trotzdem keine Öffnung der Strandübergänge im Westen zu erfolgen“ so Fangohr. „Dabei wäre es für die Schullandheime wichtig.“ Durch die Ankündigung der Baustelle entstehen den Schullandheimen und Beherbergungsbetrieben im Westen ohnehin Nachteile.
„Die Tourismusverantwortlichen auf der Insel können nicht nachvollziehen, warum die Strandübergänge, solange die Baustelle still steht, nicht geöffnet werden können“, sagt er. Eine Beteiligung auch an diesen Entscheidungen und einen Informationsaustausch darüber seitens des WSA Wilhelmshaven fordert die Gemeinde- und Kurverwaltung ein.
