Jever - Seit 2007 denkt die Püttacht Wangerstraße darüber nach, ihre Traditionspütt von 1720 vom Brader-Haus an der Apothekerstraße nach vorne an die Wangerstraße zu versetzen. Nach langen Jahren der Planung und Gesprächen mit Stadtverwaltung und Landkreis, Denkmalpflege und Polizei kann das Vorhaben im Frühjahr endlich umgesetzt werden.
Beim Püttbier am Montagabend fiel der einstimmige Beschluss der 20 Püttacht-Mitglieder, die Umsetzung in Angriff zu nehmen. Auch mit den Behörden ist alles geklärt. „Das ist ein historischer Tag für unsere Pütt“, freut sich Thomas Wolff, Chronist und Schatzmeister der Püttacht.
Unter dem alten Püttmeister Dieter Havertz wurde die Umsetzung im vergangenen Jahr vorbereitet, unter dem neuen Püttmeister Thomas Bochum wird sie jetzt konkret.
Die ursprüngliche Wangerpütt stand mitten auf der Wangerstraße: Eine Metallplakette im Straßenpflaster der Kreuzung Wangerstraße/Apothekerstraße gibt den einstigen Standort an.
Bei der Straßenerneuerung vor rund 40 Jahren wurde der historische Brunnen dann an die Wand des Brader-Hauses gesetzt. Nun soll sie wieder an die Wangerstraße rücken – und zwar auf die Grünfläche vor dem Sporthaus. „Dadurch wird das Straßenbild belebt und interessanter“, sagt Wolff.
Die Umsetzung kostet rund 5000 Euro, finanziert wird sie aus Eigenmitteln der Püttacht und Spenden von Püttmitgliedern. Zugleich soll das Brunnenhaus saniert werden.
Wert legt die Püttacht darauf, dass auch in Zukunft echtes Wasser fließt. Die Wangerpütt ist nämlich eine der letzten Pütten in Jever, die mit einem alten Brunnen verbunden ist.
