WAPELDORF - Sie wollen nicht nur zu Hause sitzen und in die Landschaft starren – obwohl sie davon reichlich vor der Haustür haben. Stattdessen wollen sie gemeinsam etwas unternehmen, Spaß haben und etwas lernen. Darum wollen Torben (20), Jannis (19), Anna-Lena (17), Maret (16) und Julia (16) die Landjugend Rastede Nord gründen.

Bis vor 14 Jahren existierte die Landjugend für die vier Dörfer Bekhausen, Wapeldorf, Heubült und Rastederberg schon einmal. Damals war Elke Gerdes die Vorsitzende. Doch die Gruppe hat sich mit der Zeit aufgelöst. Nun soll sie wieder zum Leben erweckt werden.

Vor zwei Jahren hatten Torben und Jannis schon einmal die Idee dazu. „Aber irgendwie haben wir niemanden gefunden, der mitmachen wollte“, erinnert sich Torben. Es war Anna-Lena, die auf die Idee zurück kam und darauf drängte, sie dieses Mal durchzuziehen. „Es ist einfach eine schöne Sache, etwas in einer Gemeinschaft zu unternehmen“, sagt Torben. „Vor allem, wenn man sich untereinander kennt und kennenlernt. Das stärkt auch das Zugehörigkeitsgefühl im Dorf.“

Die inzwischen fünf Gründungsmitglieder kennen sich bereits durch den Kindergarten, die Schule oder den Konfirmandenunterricht. Per Internet verabredeten sie sich, die Landjugend wiederzubeleben. Hilfe bekommen sie dabei von Elke Gerdes vom Ortsbürgerverein Bekhausen.

Mit einem Info-Abend wollen sie nun viele andere Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren für ihre Landjugend begeistern. Am Montag, 5. September, ab 19.30 Uhr wollen sie im Dorfgemeinschaftshaus in Bekhausen ihre Idee vorstellen. „Wir wollen zusammen etwas unternehmen – zum Beispiel zum Bowling gehen, Grillen, gemeinsam kochen und Tagesausflüge machen“, sagt Torben. Außerdem wollen sie sich einmal pro Woche treffen.


Aber sie wollen auch etwas lernen und Seminare oder Vorträge besuchen. Themen sollen dann alle Aspekte des ländlichen Raumes sein. Denn – das ist den fünf Jugendlichen wichtig – „unsere Gruppe ist kein Bauern-Verein“. Tatsächlich sind Julia und Torben die einzigen, die vom Bauernhof stammen.

Schüler, Azubis, Studenten – alle jungen Leute sind herzlich willkommen. Ein geringes Einkommen soll kein Problem sein. „Wir haben uns auf einen Schüler- und Azubi-freundlichen Jahresbeitrag geeinigt“, so Torben.

In der kommenden Woche wollen die fünf Jugendlichen Handzettel mit der Einladung zum Info-Abend in den vier Dörfern verteilen. Aber auch Jugendliche aus anderen Orten sind willkommen.