WARDENBURG - Auf den ersten Blick sah alles in Ordnung aus, doch dann stutzte Manfred Hohaus. Das Schreiben, mit dem das Bundeszentralamt für Steuern dem Achternmeerer jetzt seine Steueridentifikationsnummer zusandte, wies als seinen Geburtstag ein zwar vertrautes, aber nichtsdestotrotz falsches Datum auf – den Hochzeitstag des ehemaligen Zollverwaltungsbeamten. „Im ersten Moment habe ich nicht gewusst, ob ich lachen oder weinen soll“, erzählt Hohaus. Dann entschied er sich, zuerst die NWZ und später die Gemeindeverwaltung anzurufen und über den Fehler zu informieren. Möglicherweise sei er ja nicht der einzige in der Gemeinde, der von einem Fehler betroffen sei, vermutet der Achternmeerer. Er persönlich glaubt, dass die heutige „Computergläubigkeit“ eine Fehlerquelle darstellt. „Früher haben wir in der Zollverwaltung alles mit der Hand doppelt kontrolliert“, erinnert er sich.
Die Daten, die die Gemeindeverwaltung über die Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg an das Bundeszentralamt für Steuern weitergeleitet hat, werden in der Tat, wie heute üblich, auf elektronischem Weg übermittelt. „Wenn solche Fehler wie der beschriebene auftreten, dann handelt es sich aber vermutlich um Fälle, in denen die falschen Daten schon lange in der Kartei stecken, aber bislang nicht aufgefallen sind“, sagt Wolfgang Arians, der als Fachbereichsleiter für das Bürgerservicebüro zuständig ist. Fünf Bürger hätten sich bislang wegen inhaltlicher Änderungswünsche gemeldet. Jeder, der Unstimmigkeiten bemerke, sollte so verfahren, empfiehlt Arians. Als Ansprechpartnerin stehe die Leiterin des Bürgerbüros, Angelika Vinup, unter 04407/73138 direkt zur Verfügung. Wer bezogen auf die Steueridentifikationsnummer ein Anliegen habe, könne ohne eine Wartenummer ziehen zu müssen, sich im Rathaus an die Leiterin wenden.
