WARDENBURG - Prüfende Blicke lohnten sich im Wardenburger Rathaus in jedem Fall: Die Qualität der Fundräder, die die Gemeinde Wardenburg nach Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen Verwahrungszeit von sechs Monaten im Foyer versteigerte, schwankte doch erheblich.
Insgesamt 33 Fahrräder hatten Fachbereichsleiter Wolfgang Arians und Verwaltungsmitarbeiter Georg Hille vom Dachboden geholt und im Foyer aufgestellt. Wie während des Cityfests im August entpuppte sich die Versteigerung der Drahtesel auch am zurückliegenden Wochenende als ausgesprochene Attraktion. Als am Sonnabend um 10 Uhr pünktlich die Schiebetüren zur Seite glitten, drängten bereits die ersten 30 Besucher ins Rathaus, um für sich selbst oder für ihre Sprösslinge ein Zweitfahrrad günstig zu erwerben.
Zwei Stunden hatten alle Interessenten Zeit, ihr schriftliches Angebot für die Räder ihrer Wahl bei der Verwaltung zu hinterlegen. Keiner wusste, was der Mitbewerber bereit war zu bieten. Immerhin 200 Angebote kamen auf diese Weise zustande. Genauso groß wie die Stabilität der Räder war am Ende des Tages auch die Bandbreite der schriftlichen Gebote, die den Zuschlag bekamen. Der Spitzenbetrag lag am Sonnabend bei 111 Euro, es gingen auch ein paar Schnäppchen für Bastelfreunde für den Einstiegspreis von nur fünf Euro weg. Für die Gemeinde Wardenburg hat sich die Versteigerung nicht nur gelohnt, weil nun wieder mehr Stellplätze für die in Zukunft zu erwartenden Fundräder zur Verfügung stehen. „Die Gemeinde hat rund 1000 Euro für ihre Kasse eingenommen“, sagt Fachbereichsleiter Wolfgang Arians.
Wer an diesem Wochenende für seine Gebote keinen Zuschlag erhielt, bekommt am Cityfest-Sonnabend, 7. August, eine neue Gelegenheit zur Schnäppchenjagd. Der Nachschub an herrenlosen Rädern, die gefunden und der Gemeinde übergeben werden, reißt erfahrungsgemäß nicht ab. „Es sind jedes Jahr um die 80 Räder, die wir in Empfang nehmen“, bestätigt Arians. Nur wenige werden erfahrungsgemäß abgeholt, die meisten landen am Ende unterm Hammer.
