WARDENBURG - WARDENBURG/FA - Der Bau der Seniorenwohnanlage im alten Wardenburger Ortskern geht schnell voran. Im Beisein von Investoren, Bauunternehmern, Vertretern der Gemeinde und des Rates setzten Zimmermann Stefan Balgenort und Bauunternehmer Heiko Wöbse am Mittwochabend die Krone in luftiger Höhe auf die Balken des Gebäudes an der Oldenburger Straße. Die Baugenehmigung war am 16. Januar dieses Jahres erteilt worden, der erste Spatenstich zum Bau der Seniorenwohnanlage im alten Wardenburger Ortskern erfolgte am 27. Januar.

Bürgermeisterin Martina Noske rief mit ihrer Rede noch einmal die bewegte Geschichte der Entwicklung der Grundstücksfläche im Dreieck zwischen Patenbergsweg, Am Glockenturm und Oldenburger Straße in Erinnerung. Es handele sich um einen „Dauerbrenner“ der Wardenburger Politik, schon der Verkauf an die Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft (GSG) im Jahr 1993 sei umstritten gewesen. Einigkeit habe eigentlich nur darüber geherrscht, dass etwas geschehen müsse. Mehr als einmal sei der Bebauungsplan geändert worden, rückblickend könnte der Eindruck entstehen, es sei die Quadratur des Kreises versucht worden, so Noske.

Die Bürgermeisterin betonte mit dem Investor Dieter Einsiedel sei ein Partner gefunden worden, der zwei Jahre nach dem Abriss des ehemaligen Harms’schen Hauses in enger Abstimmung die Wohnanlage entwickele.

Frank Eger sprach in seiner Funktion als Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt, die die Betreuung für die Seniorenwohnanlage übernehmen wird, von einem „fairen Kompromiss“ zwischen verschiedenen Gestaltungsalternativen und wirtschaftlichen Zwängen. Sein Fazit: „Das Projekt steigert die Attraktivität der Gemeinde Wardenburg.“

Das Investitionsvolumen für den Bau der Seniorenwohnanlage beträgt rund zwei Millionen Euro. Die Aufteilung des Wohngebäudes in zehn Wohnungen und einen Gemeinschaftsbereich soll sowohl der Privatsphäre als auch dem Zusammenleben der Bewohner einen angemessenen Freiraum bieten. Für die Betreuung des Hauses ist ein Vertrag mit dem Kreisverband Oldenburg/Vechta der Arbeiterwohlfahrt abgeschlossen worden. Der Bau eines zweiten, deutlich kleineren Gebäudes, das später ein Café und Büroräume aufnehmen soll, läuft parallel und soll Ende des Jahres abgeschlossen sein. Anvisierter Fertigstellungstermin für das Hauptgebäude ist der Oktober.