WARDENBURG - Der Büffelbund Deutschland hat vom Bulgarischen Landwirtschaftsministerium den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie erhalten, die die Realisierungschancen für ein seit Jahren diskutiertes Büffelhof-Projekt in dem EU-Nachbarstaat bewerten soll. Gemeinsam mit einer Expertengruppe um Dr. Felix Bruns (Hannover) werde der Büffelbund, dessen Gründer und Präsident der Wardenburger Eckhardt Hildebrandt ist, sich mit der Entwicklung der Büffelzucht in Bulgarien beschäftigen, hat der bulgarische Landwirtschaftsminister Valeri Tzvetanov in einem Schreiben an Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen bestätigt. Bulgarien sei an einer engen Zusammenarbeit mit dem in der Agrarwirtschaft und Ernährung fortschrittliche Land Niedersachsen interessiert, heißt es weiter. „Das mir vorliegende Büffelhof-Konzept hat mich in meiner Meinung bestätigt, dass dieses Büffelprojekt für Bulgariens Wirtschaft sowie für den ländlichen Raum unserer Republik sehr bedeutsam
ist“, schreibt Tzvetanov an Ehlen.
Dem Büffelhof-Projekt liegt laut Hildebrandt ein „ganzheitliches Konzept“ zu Grunde, das er gemeinsam mit dem verstorbenen Zukunftsforscher Robert Jungk bereits 1989 entwickelt habe. Als Adressat habe er damals an Italien gedacht, gibt Hildebrandt zu. Heute sei das junge EU-Mitglied Bulgarien ein geeigneter Standort.
Das vorliegende Konzept sieht das Etablieren einer Lehr- und Versuchsanstalt in vor, die Zucht, Haltung und Vermarktung der Büffel weiterentwickelt. Milch-, Fleisch- und Lederverarbeitung sollen gefördert und alternative Energieträger eingesetzt werden. Ziel, so Hildebrandt, müsse es für Bulgarien sein, mit ökologisch und ethisch vertretbaren Verfahren hochwertige und gesunde Lebensmittel zu erzeugen, um damit in den EU-Agrarmarkt einzutreten.
