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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Als Handwerks-Azubi ins Ausland

06.09.2018

Wardenburg Ab ins Ausland: Das ist nicht Studenten vorbehalten, sondern über das Programm „Berufsbildung ohne Grenzen“ auch für Auszubildende und junge Fachkräfte des Handwerks möglich. „Es gibt ,Erasmus+‘ auch für die duale Ausbildung“, erklärt Mobilitätsberaterin Kirsten Grundmann von der Handwerkskammer Oldenburg.

„Das Praktikum kann zwei Wochen bis zwölf Monate dauern.“ Ab der Mindestdauer von 14 Tagen ist eine finanzielle Unterstützung möglich. Grundmann hilft den Teilnehmern und Betrieben bei Organisation, Durchführung und bei der Suche nach passenden Fördermitteln. In diesem Jahr sind bereits 50 Teilnehmer über das Programm ins Ausland gegangen.

Praktikum im Ausland

Auch Fabienne Logemann hat bereits ein Praktikum im Ausland über die Handwerkskammer absolviert. „Ich war im vergangenen November in Dublin“, sagt die 22-Jährige, die im Autohaus Heinemann in Wardenburg eine Auszubildende zur Kfz-Mechatronikerin im vierten Ausbildungsjahr ist.

Sie wurde über einen Flyer im Aufenthaltsraum des Autohauses auf das Programm aufmerksam. „Die Arbeit war anders als hier, weil es eine freie Werkstatt war und ich viele verschiedene Marken kennengelernt habe“, sagt sie. „Es war ein kleiner Betrieb, der auch sehr familiär war. Es hat viel Spaß gemacht.“ Am Ende seien ihr die vier Wochen viel zu kurz vorgekommen, erzählt Logemann. „Ich hatte gerade erst das Gefühl, in die Sprache reinzukommen und das Team richtig zu unterstützen. Trotzdem durfte ich viele unterschiedliche Arbeiten oft auch allein machen“, berichtet sie. Und der größte Unterschied? „Dort wurde viel weniger mit dem Computer gearbeitet und vieles mechanisch instand gesetzt. Das war sehr interessant – und ich wurde viel gelobt.“

Dabei ist die Organisation der Auslandspraktika recht unbürokratisch. Auch kurzfristige Verlängerungen sind möglich, so Grundmann. Oft gibt es Ansprechpartner (Betreuer oder Lehrer) vor Ort. Wenn beide Betriebe einverstanden sind, wird nach Absprache ein passender Termin gesucht.

„Es ist eine neue Erfahrung gewesen“, sagt der Geschäftsführer des Autohauses, Torsten Schultheiss. „Und wir profitieren auch davon, weil die Auszubildenden neue Ideen einbringen.“

Duale Ausbildung Trumpf

Aktuell sind vier schwedische Azubis in der Region. Eine von ihnen, Ebba Olsson, macht ein zweiwöchiges Praktikum im Autohaus Heinemann. „Der Hauptgrund, nach Deutschland zu kommen, ist das duale Ausbildungssystem“, sagt Grundmann. Auch die Berufsschulen haben einen guten Ruf. Notfalls verständige man sich mit Händen und Füßen.

Aktuell kümmert sich Logemann um Olsson. „Der große Unterschied ist, dass hier alles so sauber ist“, sagt Olsson, die nur Englisch spricht und das deutsche Ausbildungssystem besser findet: „Hier lernt man mehr praktische Dinge – die lerne ich sonst erst viel später.“

Ellen Kranz
Redakteurin
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2051
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