Wardenburg - Das Bürgerhaus, das am Standort der ehemaligen Sauna am Hallenbad geplant ist, nimmt erste Gestalt an. Am Donnerstag stellte Architekt Michael Pohl aus Sandkrug auf der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Jugend/Soziales und Hoch-/Tiefbau einen Planungsentwurf vor. Zwei große Räume mit gut 70 und 80 Quadratmetern, dazu kleinere Mitarbeiterräume, ein Gruppenraum, ein Werk- und ein Medienraum – das ist grob das Konzept für das rund 450 Quadratmeter große neue Bürgerhaus, das schwerpunktmäßig für Jugend- und Seniorengruppen zur Verfügung stehen soll. Der Entwurf von Pohl sieht vor, den Haupteingang an die Längsseite zu verlegen und überall dort, wo die Außenfassade verändert werden muss, Lerchenholz statt der bisherigen Verblender zu verwenden. Der alte Verblendstein sei nicht mehr erhältlich, erklärte Pohl. Deshalb sprach er sich für einen Materialmix statt zwei nicht zueinander passender Verblendsteine aus.

Der Umzug sei völlig losgelöst davon, ob der Verbrauchermarkt Aktiv&Irma an den Wardenburger Markt ziehe, machte Bürgermeisterin Martina Noske deutlich. „Wir wünschen uns diesen Standort, weil er als optimal angesehen wird – und zwar von vielen Gruppen“, betonte sie. Die Diskussion darüber, ob der Zeitpunkt für die Abstimmung über einen Umzug des Jugendzentrums vom Markt zum Hallenbad günstig sei, konnte sie dennoch nicht verhindern. Mehrere der Ratsmitglieder plädierten dafür, diesen Punkt zurückzustellen und die nächste Ratssitzung abzuwarten. In dieser – sie findet am 30. November statt – steht der eventuelle Verbrauchermarkt-Umzug auf der Tagesordnung.

Hugo Arians als beratendes Mitglied des Bauausschusses stellte den Kostenrahmen infrage: Ausgehend von dem genannten Budget von 634 000 Euro komme man auf etwa 1400 Euro Investitionskosten pro Quadratmeter. „Das kann nicht reichen“, meinte er.

Klaus Schöttke von der Seniorenvertretung, beratendes Mitglied des Sozialausschusses, plädierte an die Ausschüsse, eine Entscheidung nicht weiter hinauszuzögern. „Die älteren Menschen brauchen einen behindertengerechten Standort, und sie müssen aus den Räumen am Brooklandsweg bald raus“, machte er deutlich. Äußerst knapp lehnten die Ausschussmitglieder den Antrag auf Zurückstellung des Tagesordnungspunktes ab und folgten dem Beschlussvorschlag, dem Entwurf für den Umbau der Sauna zum Bürgerhaus zuzustimmen.

Anke Brockmeyer
Anke Brockmeyer Reportage-Redaktion