WARDENBURG - Auf ein erfolgreiches Jahr 2010 blickt die Zuchtviehgenossenschaft Weser-Ems-Union (WEU/Bad Zwischenahn) zurück. „Aufgrund der anziehenden Milchpreise war die Stimmung auf unseren Mitgliedsbetrieben deutlich besser“, sagte jetzt Geschäftsführer Dr. Josef Pott bei der Vertreterversammlung vor 120 Gästen in Wardenburg. Die Betriebe hätten zuletzt wieder Geld verdient, und die Investitionsfreudigkeit habe deutlich zugenommen.

Obwohl die Zahl der Milchviehbetriebe im WEU-Gebiet um vier Prozent zurückgegangen ist, sei die Zahl der Kühe konstant geblieben. Mit einer Leistungssteigerung gegenüber 2009 von 147 Kilogramm Milch auf 9009 Kilogramm pro Kuh hätten die 135 048 Holsteins erstmalig die 9000-Liter-Grenze überschritten.

Über alle Sparten konnte die WEU ihre Gesamterlöse im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Millionen Euro auf knapp 40 Millionen Euro steigern. Den Großteil davon (3,2 Millionen Euro) steuerte dabei die Viehvermarktung bei. Insgesamt wurden 36 092 Tiere umgesetzt (plus 8,2 Prozent). Die Anzahl der Besamungen stieg leicht um 1,1 Prozent auf 284 301 Stück.

Wie die WEU weiter mitteilte, werde die Genetik in ganz Deutschland hoch geschätzt. Mit 56 025 Erstbesamungen sei der Bulle Cassano bundesweit der am häufigsten eingesetzte Vererber gewesen. Der Bulle Stylist hätte bei den meisteingesetzten Holsteins Platz drei belegt.

Das deutliche Anziehen der Zuchtviehpreise machte sich in dieser Woche auch bei der Mai-Auktion der WEU in Lingen bemerkbar. Mit einem Durchschnittspreis von 1918 Euro sei ein neuer Höchststand erreicht worden, wie die WEU mitteilte. Den Tageshöchstpreis von 3200 Euro erzielte Egon Strudthoff (Dötlingen), für eine Goldwin-Tochter, die ins Osnabrücker Land ging. Kuhkälber kamen für 528 Euro unter den Hammer, Mastkälber für 501 Euro.