WARDENBURG - Annegret Honkomp hört nach neun Jahren auf. Die Nachfolge ist bereits geregelt.

Von Werner Fademrecht

WARDENBURG - Die finanzielle Unterstützung für den „Verein für Arbeit und Umwelt“, der in Wardenburg den Wertstoffhof betreibt, ist über die Jahre immer kleiner geworden. EU-Fördermittel gibt es nicht mehr, was bleibt sind 4300 Euro, die die Bundesanstalt für Arbeit monatlich an vier so genannte SAM-Kräfte zahlt, die auf dem Gelände am Heidkamp und auf der Kompostierungsanlage in Charlottendorf-West tätig sind. Das Akronym SAM steht für Strukturanpassungsmaßnahme und bezeichnet Gelder, mit denen Langzeitarbeitslose wieder in Beschäftigung gebracht werden sollen.

Eckhardt Hildebrandt wagt dennoch eine optimistische Prognose: „Wir stehen auf stabilen finanziellen Beinen und haben das Ziel, längerfristig völlig unabhängig von Zuschüssen zu sein.“ Der Vorsitzende lobt damit nicht zuletzt die Arbeit der Leiterin des Wertstoffhofes, Annegret Honkomp, die zum 30. September nach neun Jahren ihren Stuhl geräumt hat. „Mit 60 Jahren will ich in Zukunft einfach etwas kürzer treten“, erklärt Honkomp ihren Entschluss.

Nachfolgerin wird die Wardenburgerin Margret Walsemann, die bereits ehrenamtlich für die Touristinformation „umtref“ gearbeitet hat. Vor allem das Einarbeiten in die komplizierten EU-Bestimmungen zur Abfallentsorgung dürfte sie noch so manche Stunde kosten. „Unheimlich komplex und sich schnell verändernd“, so beschreibt Hildebrandt die ungeliebte, aber notwendige Rechtsmaterie, die es bei der Entsorgung zu berücksichtigen gilt.

Zur kleinen Feierstunde im Baucontainer schauten mit der Planungsbeauftragten der Gemeinde Wardenburg, Ruth Drügemöller, auch die direkte Vorgängerin und ehemalige Leiterin des damals unter dem Begriff Recycling-Hof firmierenden Betriebes sowie SPD-Ratsfrau Ada Heptner vorbei.


Der Abschied von ihren Mitarbeitern fiel Annegret Honkomp am letzten Arbeitsplatz nicht leicht, zum Schluss verteilte sie nochmal ein dickes Lob. „Auch wenn wir uns erst alle zusammenraufen mussten, finde ich, dass ihr euren Job gut macht. Ihr seit ein echtes Team – macht weiter so!“