Wangerland/Wangerooge - Die Urlaubsgemeinden Wangerooge und Wangerland können auf eine sehr gute Saison 2014 zurückblicken: Sowohl in den Küstenorten des Wangerlands als auch auf der Insel gibt es nach der vorläufigen Übernachtungs- und Gästestatistik eine Steigerung.
So verzeichnete die Wangerland Touristik GmbH zwischen April und Oktober 2014 einen Zuwachs von 6,38 Prozentpunkten bei den Tagesgästen: Während 2013 gut 160 000 Personen das Wangerland besuchten, waren es bis Oktober 2014 bereits 170 000. „Und wir rechnen nach der Auswertung der Wintermonate mit einer weiteren leichten Steigerung“, sagte WTG-Geschäftsführer Armin Kanning.
Auch die Übernachtungszahlen konnten gesteigert werden: Wurden 2013 bei 280 000 Personen noch gut 1,7 Millionen Übernachtungen gezählt, stiegen die Zahl der Gäste bis Ende Oktober 2014 auf 290 000 und die Zahl der Übernachtungen auf gut 1,8 Millionen.
Kanning führt den Zuwachs bei den Tagesgästen überwiegend auf das gute Wetter zurück. „Wir hatten ein fantastisches Jahr, das Wetter im Juni und im Juli war sehr warm und sonnig und hat viele Urlauber an die Küste gelockt. Etwas eingebrochen sind die Zahlen im sehr verregneten August, daher ist auch noch offen, ob 2014 ein Rekordjahr gewesen ist“, sagte er. Das zeige erst die endgültige Auswertung der Tourismus-Zahlen inklusive der Wintermonate.
Den Zuwachs bei den Übernachtungszahlen erklärt Kanning mit einem guten Marketing: „Wir haben das Wangerland im vergangenen Jahr bei vielen Gelegenheiten sehr gut präsentieren können, etwa bei der Landesgartenschau in Papenburg“, meint er. Dort habe man zeigen können, dass es im Wangerland viel zu sehen und zu erleben gibt. „Auch die Teilnahme und die zweite Goldmedaille beim Bundeswettbewerb Entente Florale hat zur bundesweiten Bekanntheit des Wangerlands beigetragen“, betont Kanning.
Auf Wangerooge stieg die Zahl der Tagesgäste 2014 um 11,62 Prozentpunkte gegenüber 2013: 39 401 Personen statteten der Insel im vergangenen Jahr einen Tagesbesuch ab, im Jahr zuvor waren es 35 481. Die Zahl der Übernachtungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,95 Prozentpunkte von 902 410 auf rund 920 000, die Zahl der Gäste von 112 204 im Jahr 2013 auf etwa 115 000 (plus 2,5 Prozent).
Die Steigerung der Übernachtungs- und Gästezahlen sorgte auch für Mehreinnahmen: 2,050 Millionen Euro (plus 2,95 Prozent) hat die Gemeinde Wangerooge an Kurbeiträgen eingenommen, das sind 58 802 Euro mehr als im Vorjahr. Die Einnahmen aus der Strandkorbvermietung stiegen um 48 910 Euro (plus 11,14 Prozent) auf 487 799 Euro.
Erstmals seit 1992 lagen die Besucherzahlen im Nationalpark-Haus Wangerooge unter 30 000: Leiterin Silke Schmidt zählte im vergangenen Jahr 29 903 Gäste. Weil das Rosenhaus saniert wird, ist das Nationalpark-Haus in der alten Grundschule untergebracht.
