• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Immer mehr Unternehmen dampfen ihre Prognosen ein

17.02.2019

Frankfurt/Main (dpa) - Deutschlands börsennotierte Unternehmen bekommen die Konjunkturabschwächung und internationale Handelskonflikte zunehmend zu spüren.

Im vergangenen Jahr haben 34 Prozent der 309 Firmen aus dem Prime Standard, für den besonders strenge Vorschriften gelten, ihre Umsatz- oder Gewinnprognose mindesten einmal nach unten geschraubt. Dies geht aus einer Analyse des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY hervor. Die Gesamtzahl der negativen Korrekturen erhöhte sich um 55 Prozent auf den Rekordwert von 144. Dies sei ein Indiz für eine sich weiter abkühlende Konjunktur, erklärte EY-Experte Marc Förstemann.

Zwar stieg zugleich die Zahl Revisionen nach oben. Die Unternehmen übertrafen 138 Mal die selbst gesteckten Ziele. Erstmals seit dem Jahr 2014 wurden aber wieder mehr negative als positive Abweichungen registriert. "Wir sehen in einigen Branchen und Regionen nach wie vor eine gute bis sehr gute Entwicklung - gleichzeitig nehmen aber die Warnsignale zu", erläuterte Förstemann. Die Risiken stiegen sowohl in Europa als auch auf wichtigen Auslandsmärkten wie China.

Nach unten zeigte der Trend im vergangenen Jahr vor allem für Unternehmen aus den Branchen Handel und Autoindustrie: 83 Prozent der Groß- und Einzelhändler kassierten demnach ihre Prognose, bei den Autoherstellern und -zulieferern waren es 75 Prozent. Sechs von zehn Immobilienunternehmen setzten ihre Erwartungen dagegen herauf, Korrekturen nach unten gab es in der Branche nicht.

Besonders häufig schraubten Großkonzerne mit Milliardenumsätzen ihre Prognosen nach unten. International tätige und breit aufgestellte Unternehmen hätten in den vergangenen Jahrzehnten besonders von der Globalisierung profitiert, erläuterte EY-Experte Martin Steinbach. "Gerade diese Konzerne leiden nun unter der angespannten geopolitischen Lage, neuen Handelsschranken und potenziellen Unterbrechungen der Lieferketten." Steinbach verwies unter anderem auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China und die Unwägbarkeiten des Brexits.

Nur Unternehmen, die die strengen Auflagen des Prime Standards erfüllen, können in die Börsenindizes Dax, MDax und SDax aufgenommen werden. EY führt die Studie seit 2011 regelmäßig durch.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.