Bonn - Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden über Löhne und Gehälter bei der Gelben Post erhöht die Gewerkschaft „Verdi“ jetzt mit Warnstreiks den Druck. Schon von diesem Mittwoch an werden Mitarbeiter in einzelnen Verteilzentren vorübergehend die Arbeit niederlegen. Die Kunden müssten sich deshalb auf Störungen im Brief- und Paketversand gefasst machen, teilte „Verdi“ am Dienstag mit.
Welche Zentren genau bestreikt werden, gibt die Gewerkschaft vorab aber nicht bekannt, um der Post AG möglichst wenig Reaktionszeit zu lassen. Die Post will trotzdem versuchen, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, sagte ihr Sprecher Dirk Klasen in Bonn.
„Verdi“ fordert für die 132 000 Tarifbeschäftigten bei der Post sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat. „Wir sind in der zweiten Runde nicht über unverbindliche Sondierungen hinausgekommen. Der Arbeitgeber hat erneut kein Angebot vorlegt“, kritisierte die „Verdi“-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.
Die Post kritisierte die Warnstreiks: „Wir halten es nicht für zielführend und auch nicht für notwendig“, sagte Klasen.
