Hannover/Bremen - In der Tarifauseinandersetzung bei der Post hat es am Freitag weitere Warnstreiks gegeben. In fast allen Bundesländern legten insgesamt mehrere Tausend Beschäftigte des Konzerns in der Sortierung und teilweise auch in der Zustellung vorübergehend die Arbeit nieder, wie „Verdi“ am Freitag mitteilte.
Auch in den Paketzentren in Hannover und Bremen rief „Verdi“ zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Fachbereichsleiter Jürgen Wolf schätzt, dass 40 bis 50 Prozent der Sendungen liegenblieben.
Postsprecher Jens-Uwe Hogardt widersprach am Nachmittag: „Mehr als 92 Prozent aller Sendungen wurden zugestellt.“ Die Post habe durch den Einsatz von Beamten und Service-Kräften den Ausfall weitgehend aufgefangen.
Die Gewerkschaft wirft der Post Tarifflucht und Vertragsbruch vor. Bundesweit geht es um rund 140 000 Beschäftigte. Die Post will nach Angaben Wolfs die Paketzustellung nach und nach in Regionalgesellschaften verlagern.
Nächste Verhandlungsrunde ist am 27. und 28. April.
