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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Abgaben: Warnung vor Vermögensteuer

30.08.2013

Oldenburg /Bad Zwischenahn /Löningen Eine mögliche Wiederbelebung der Vermögensteuer käme vielleicht „harmlos daher“, hätte aber erhebliche Auswirkungen auf die mittelständischen Unternehmen der Region. In Extremfällen könnten „Existenzen auf dem Spiel stehen“, weil eine solche Steuer etwa auch in Verlustjahren fällig würde, warnt Prof. Heinz-W. Appelhoff, Geschäftsführer der Treuhand Oldenburg und Vizepräsident der Oldenburgischen IHK. Mit den Unternehmern Jan-Dieter Bruns (Geschäftsführer Bruns-Pflanzen-Export/Bad Zwischenahn) und Klaus Mecking (Vorstand Graepel AG/Löningen) wies er am Donnerstag auf drohende Nachteile einer Vermögensteuer hin.

Hintergrund: Die Vermögensteuer in Deutschland wurde 1997 ausgesetzt. In einigen Wahlprogrammen tauchen aber – in unterschiedlichen Varianten – Forderungen einer Wiederbelebung auf.

Appelhoff betonte, dass es angesichts rekordhoher Steuereinnahmen eher um ein Hinterfragen der vielfältigen Subventionen von weit über 100 Milliarden Euro gehen sollte. Es seien die guten Rahmenbedingungen gewesen, die der deutschen Wirtschaft in den vergangenen Jahren das sehr gute Abschneiden ermöglicht hätten.

An Vermögensteuer drohten angesichts gängiger Berechnungsmethoden (Jahresgewinn x 10,7 als Basis) leicht zehn Prozent vom Jahresgewinn; die gesamte Steuerlast könne um ein Drittel steigen. In schlechten Jahren ohne Gewinn müsse mancher vielleicht „etwas verkaufen oder Kredit aufnehmen“, um die Steuerschuld zu begleichen.

Jeder Euro, der den Betrieben zusätzlich durch Steuern genommen würde, stehe nicht mehr für Investitionen und Arbeitsplätze zur Verfügung, warnte Björn Schaeper, IHK-Geschäftsführer für Wirtschaftspolitik. Ein Knackpunkt sei, dass die Steuer unabhängig vom Gewinn erhoben würde.

Unternehmer Klaus Mecking wies für sein Unternehmen Graepel darauf hin, dass man als Zulieferer in starkem internationalen Wettbewerb stehe. Man könne „das Geld nur einmal ausgeben“. Dieses fehle dann leicht für die ständig nötigen Investitionen und stärke die Verlockung, Kunden mit Produktion vor Ort in deren Märkte zu folgen. Mecking warnte davor, zu glauben, dass der Staat sich in einer relativ guten Phase für die deutsche Wirtschaft „beliebig bedienen“ könne. Es gehe hier um einen weiteren Mosaikstein“ mit „langfristiger Auswirkung“. In den USA, wo Graepel ein Werk hat, seien etwa Energie- und Lohnnebenkosten deutlich billiger. Mecking wies auch darauf hin, dass Graepel im Zuge der Finanzkrise Verluste geschrieben habe. Eine Vermögensteuer hätte da schnell „substanziell werden“ können.

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Der Baumschulunternehmer Jan-Dieter Bruns wies auf erhebliche Probleme und Aufwand bei der Wertermittlung für Land und Pflanzen hin. Und er fügte hinzu: „Mittelständler wie wir leben für unsere Firma“. Es gehe nicht um hohe Entnahmen. Die Betriebe sollten gesund bleiben, daran müsse auch der Staat ein Interesse haben.


 Online-Rechner:     www.dihk.de/vermoegensteuer 
Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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