Berne/Hude - Nur einer konnte der Bauleiter sein. Er trug einen Helm und koordinierte den Aufbau. Denn die Baustelle musste erst eingerichtet werden. Doch die anderen Kinder hatten sowieso anderes zu tun. Sie planschten mit Bällen und Wasserenten aus Plastik.

Der Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) hatte zur Ferienspaß-Aktion in seine Zweigstelle in Hude eingeladen und 90 Kinder aus Berne, Elsfleth, Hude und Hatten waren gekommen, um sich über das Thema Wasser zu informieren. Jasmin (9) und Janthe (9) gefiel besonders die große Wasserbaustelle auf der Grünfläche. Sie verlegten Rohre, durch die dann das Wasser in den großen Pool schwappte, und alle waren glücklich. Der Wasserkreislauf funktionierte perfekt.

Bei der Veranstaltung, die der OOWV seit vielen Jahren in den Sommerferien anbietet, standen viele Aktionen im Vordergrund, die den Kindern spielerisch der Umgang mit Wasser näher gebracht wurde. Auf dem Rasen des OOWV hatten die Mitarbeiter verschiedene Spiele platziert, so dass kein Wunsch offen blieb. Es wurde gespielt und geplanscht, so dass am Ende alle durchnässt waren.

Durchs Eimertragen auf ihren Rücken lernten die Junge und Mädchen, wie früher Wasser transportiert wurde. Des Weiteren konnten sie Spielzeug-Aale fangen, die durch einen Plastikschlauch geworfen wurden. Sehr beliebt war die Wasserbaustelle. Das sahen auch Jasmin und Janthe so. „Wir können mit dem Wasser spielen und auch ruhig nass werden“, freute sich der Neunjährige. Seine Spielkameradin ergänzte: „Wenn das Wasser durch die Rohre fließt, kann man toll zusehen.“

Die Kinder lernten spielerisch, wie Wasser genutzt wird. Allerdings mussten sie erkennen, dass sie es nicht nur ausgeben dürfen. Mit dem Gut Wasser muss man sparsam umgehen, so die Botschaft.


In Hude bekam jeder gezeigt, was mit dem Wasser alles angestellt wird. Anschlüsse verlegen und warten ist nur eines der Arbeitsgebiete der OOWV-Mitarbeiter. Ilse Eschen-Osterkamp, Mitarbeiterin für die Öffentlichkeitsarbeit, sagte: „Die Kinder sollen auch sehen, wie das Trinkwasser in die Häuser kommt, wie kalt Wasser im Wasserwerk wird, wie es gesäubert wird.“

Zum Abschluss der Aktion stand noch ein gemeinsames Mittagessen an. Völlig erschöpft, aber zufrieden genossen die Kinder ihren Imbiss, bevor es nach Hause ging.

Christoph Tapke-Jost