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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Autohersteller vor unsicheren Zeiten

06.12.2018

Washington /Berlin Bei den deutschen Herstellern Volkswagen, Daimler und BMW und an der Börse herrscht Zuversicht, dass es im multinationalen Handelsstreit um Zölle nicht zu schlimm kommt. Das wurde nach einem Treffen in Washington deutlich. Allerdings: Es bleiben große Herausforderungen für die Branche.

Volkswagen, Daimler und BMW wollen mit großen Investitionen in den USA die Autozölle für US-Importe aus Europa verhindern. „Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, um die Autozölle zu vermeiden“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Herbert Diess, nach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump und weiteren Vertretern der US-Administration im Weißen Haus.

Diess sprach von einem „überzeugenden Investitionsprogramm“, das Volkswagen in den USA vorlegen könne. „Der Präsident hat einen Punkt, wenn er uns überzeugen will, mehr zu investieren und wir sind bereit, mehr zu investieren“, sagte Diess. Auch Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte, Trump habe positiv auf die Konzepte von Daimler reagiert.

Die Deutsche Autoindus-trie verfügt derzeit über einen relativ bescheidenen Marktanteil von etwa fünf Prozent in den USA. Volkswagen hat allein ca. 3,7 Prozent. Wachstum sei möglich, hieß es.

Wie milde die US-Regierung sich letztlich verhalten wird, blieb offen. Als Hauptgegner gilt im Zollstreit China.

Unterdessen werden die Verhältnisse im Heimatmarkt nicht einfacher. In Deutschland werden in diesem Jahr weniger Autos verkauft als 2017. Voraussichtlich rund 3,4 Millionen Neuzulassungen bis Jahresende entsprächen einem Minus von etwa einem Prozent, wie der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) mitteilte. Präsident Bernhard Mattes verwies darauf, dass das Vorjahr jedoch sehr stark gewesen sei. „Die Entwicklung des deutschen Pkw-Marktes 2018 ist erfreulich“, hob er hervor.

Probleme machte in diesem Jahr ein neuer Abgasprüfstandard, der seit September gilt. Die Hersteller besaßen noch nicht für alle Modelle die Genehmigung und drosselten die Produktion.

Die deutschen Autobauer setzen trotz aller Debatten auf den Diesel. Für den Klimaschutz müsse der zuletzt stark gesunkene Diesel-Anteil an den Neuzulassungen wieder steigen, sagte Mattes.

Weitere Dauer-Herausforderung bleibt die Elektromobilität. Der Übergang wird einer Studie zufolge langfristig rund 114 000 Jobs in Deutschland kosten. Vor allem im Fahrzeugbau würden mit 83 000 die meisten Arbeitsplätze wegfallen, besagt eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung und dem Bundesinstitut für Berufsbildung. Die Produktion von Verbrennungsmotoren sei arbeitsintensiver. Auch bei VW in Emden wird die Stellenzahl reduziert. Es beginnt bei Leiharbeitskräften.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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