Sandhatten - Ein drei Hektar großes Naturdenkmal liegt, versteckt hinter dichten Bäumen und weiten Feldern, am Ortsrand von Sandhatten.

Nichts ist hier zu hören außer dem Zwitschern von Vögeln, der Blick streift über einen steilen Hügel, eine sumpfige Feuchtfläche mit jungen Bäumen und ein dichtes Waldstück. Die vier neuen Bewohner des Gebietes fallen auf den ersten Blick nicht auf, obwohl sie deutlich größer sind als die Vögel, Libellen und Grashüpfer, die sonst hier zu finden sind.

Ganz am Rand der Fläche im Schatten der Bäume hatten es sich am Dienstag die sechsjährigen Inge und ihre vierjährige Tochter Ina sowie ihren beiden halb- und vierteljährigen Kälber Inga und Ilsa bequem gemacht. Nach fünf Jahren sind erstmals wieder Wasserbüffel zurück in der Gemeinde Hatten.

Verantwortlich für das Projekt ist natürlich der Streekermoorer Züchter Peter Biel, der damit jetzt insgesamt 25 Wasserbüffel in Landschaftspflegeprojekten auf drei Flächen in Hatten und Huntlosen hält. Erstmals hat Biel den Landkreis Oldenburg, dem die Fläche in Sandhatten gehört, als Kooperationspartner für den Landschaftsschutz mit Wasserbüffeln gewonnen. „Wir wollen sehen ob das Konzept funktioniert“, sagt Corinna Kricke, zuständige Sachbearbeiterin beim Landkreis. Auf relativ kleinem Gebiet weise das Naturdenkmal ganz verschiedene Biotope auf. Im Gegensatz zu Rindern oder Schafen sollen die Wasserbüffel auch die Feuchtflächen von Bäumen und Sträuchern frei halten können.

Wie zum Beweis machten sich Inge und Ina am Dienstag, kurze Zeit nach ihrer Ankunft, schon über Binsen und ein kleines Weidenbäumchen her. „Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis habe ich lange angestrebt, ich freue mich sehr, dass es jetzt geklappt hat“, sagt Peter Biel. Bald werde das Areal ganz anders aussehen, der starke Bewuchs weitgehend abgefressen sein.


Wie lange das Projekt dauern werde, hänge von den Ergebnissen der naturschutzfachlichen Begleitung ab, sagt Corinna Kricke, befristet ist es bislang nicht.