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FRAGE:
Frau Hille, was hat Sie bewogen, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr zu machen?
HILLE
: Nach dem Abi wollte ich erstmal eine Auszeit, ehe ich für die weitere Ausbildung wieder eine Schulbank drücke.
FRAGE:
Warum hat Sie gerade die Arbeit im Wattenmeer-Nationalpark interessiert?
HILLE
: Ausschlaggebend war meine Naturverbundenheit, der Wunsch, auf eigenen Beinen zu stehen und mal eine andere Seite von Deutschland kennen zu lernen. Ein Jahr am Meer mit Sonne, Sturm und vielen netten Leuten – das war mein Traum und genau so sah mein FÖJ bei der Nationalparkverwaltung aus. Denn das Wattenmeer hat viel mehr zu bieten als nur Schlick.
FRAGE:
Wie war der Einstieg in die neue Aufgabe?
HILLE
: Ich konnte kurzfristig für einen anderen FÖJ-Teilnehmer einspringen, der umplanen musste. Das war sozusagen ein Sprung ins kalte Wasser – mein erster Arbeitstag begann direkt am Watt bei einem Junior-Ranger-Einsatz für die Zugvogeltage 2012. Ich stand mit zwei Junior-Rangern und vielen Gästen an unserem Beobachtungsstandort am Banter Deich. Das hat mir gleich gezeigt, dass jeder bereit ist mir zu helfen, denn prompt stand Junior-Ranger Tommi neben mir und hat mir alles genau erklärt.
FRAGE:
Was waren konkret Ihre Aufgaben im Junior-Ranger-Team?
HILLE
: In erster Linie habe ich Junior-Ranger-Aktivitäten geplant und organisiert, vor allem die Junior-Ranger-Camps. Zu den Höhepunkten zählte das Junior-Ranger-Bundestreffen dieses Jahr im Nationalpark Hainich,. Dort treffen sich aus allen Nationalparks Deutschlands Junior-Ranger, um voneinander und miteinander zu lernen, Spaß zu haben und zu forschen. Wir waren mit 15 Kindern aus der Region dabei.
FRAGE:
Was hat Ihnen am besten gefallen?
HILLE
: Ganz einfache Antwort: Das Arbeitsklima. Denn jeder hier ist hilfsbereit und im Junior-Ranger-Büro arbeiten die besten Kolleginnen, die man sich als FÖJlerIn wünschen kann. Ich wurde direkt in alles eingebunden und bekam recht schnell eigene Arbeitsaufträge.
FRAGE:
Was nehmen Sie mit aus dem FÖJ?
HILLE
: Das FÖJ hat meine persönlichen Fähigkeiten erweitert, denn ich bin organisierter und strukturierter geworden. Und ich habe begriffen, dass unser Nationalpark und Weltnaturerbe Wattenmeer unersetzbar wichtig für viele Tierarten ist.
Lisa Hille
hat in der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert. Sie zieht eine positive Bilanz und empfiehlt das Projekt anderen jungen Leuten. @ I