WECHLOY - Das Interesse an einem Radweg entlang des Pophankenwegs scheint doch größer zu sein als von vielen vermutet. Der Bürgerfelder Heiko Eichbaum, der sich intensiv für einen sicheren Seitenstreifen an dieser viel befahrenen Straße einsetzt, hat viel Zuspruch erfahren, nachdem die NWZ über seine Initiative berichtet hat. Eichbaums Hoffnung: „Vielleicht tut sich da ja doch was. Der Pophankenweg ist zu gefährlich für Radfahrer geworden, seitdem der Tunnel zu Famila am Posthalterweg fertig ist und Verkehr anzieht.“

Resonanz auf sein Anliegen hat er inzwischen auch aus der Politik erhalten. SPD-Ratsfrau Gesine Multhaupt versprach ihm schriftlich, das Thema auf der September-Sitzung des Verkehrsausschusses erneut zu diskutieren. Eine kurzfristige Lösung sieht sie indes nicht: „Das Rad- und Fußwegeprogramm ist für dieses Jahr leider schon abgeschlossen.“

Auch aus Sicht der CDU ist die „gegenwärtige verkehrliche Situation nach dem Umbau des Famila-Centers unbefriedigend“, hat unterdessen Ratsherr Michael Rosenkranz erklärt. Er verwies darauf, dass die Verwaltung vor einem Jahr angekündigt habe, eine Entwurfslösung für einen einseitigen Geh- und Radweg zu bearbeiten. Die CDU wolle „dieses Vorhaben zeitnah überwachen“.

Die Grünen befürworten die Anlage eines Radwegs dagegen „tendenziell“. Wie Tobias Frick in einem Schreiben an Heiko Eichbaum erklärte, sei es statistisch nicht nachweisbar, „dass Radwege das Unfallrisiko für Radler signifikant senken“. Zudem sei der Pophankenweg vor und nach der Anbindung ans Einkaufszentrum „unfallstatistisch völlig unauffällig“. Anderseits habe die Verkehrsdichte inzwischen stark zugenommen, so dass ein Radweg doch Verbesserungen bringen könnte, meint Frick.