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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Friesenbrücke wird deutlich teurer

20.04.2018

Weener Der Neubau der zerstörten Friesenbrücke über die Ems wird deutlich teurer als bislang veranschlagt. Kalkuliert werde mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag, teilte die Deutsche Bahn am Donnerstag nach Vorlage der Vorentwurfsplanung am Vortag mit. Bislang war für den Neubau von 50 Millionen Euro Kosten ausgegangen worden. Der Neubau wird notwendig, weil vor zweieinhalb Jahren, im Dezember 2015, ein Frachtschiff die Brücke gerammt und dadurch zerstört hatte.

Die Mehrkosten entstehen unter anderem dadurch, dass die neue Brücke als Dreh- statt wie bisher als Klappbrücke entsteht. Dies bietet allerdings Vorteile für den Bahn- und Schiffsverkehr.

Als nächstes steigt die Bahn nun in die Entwurfsplanung ein, wofür ein Jahr veranschlagt ist. In wenigen Wochen bereits sollen die Brückenbaupläne in der Region öffentlich vorgestellt werden. Demnächst soll ebenfalls die Vereinbarung zur Finanzierung des Brückenbaus geschlossen werden. Vier Millionen Euro zahlt die Versicherung des Frachtschiffs, fünf Millionen Euro schießt das Land Niedersachsen zu und einen begrenzten Teil die Bahn. Dem Vernehmen nach will der Bund nun über den in Aussicht gestellten Zuschuss von 15 Millionen Euro hinaus auch für absehbare Mehrkosten aufkommen. Damit wäre die Finanzierung rund.

Über die Friesenbrücke verläuft die Regionalbahn-Strecke von Leer in die Niederlande nach Groningen, die seit der Zerstörung der Brücke unterbrochen ist. Deshalb pocht der Leeraner Landrat Matthias Groote (SPD) auf eine Einhaltung des Bauplans. „Die Vorentwurfsplanung hätte man schon früher haben können“, sagte er der „Ostfriesen Zeitung“.

Vereinbart ist eine Aufwertung der Grenzstrecke, für die die Niederländer sich seit Jahren starkmachen. Nachdem die neue Brücke 2024 in Betrieb geht, soll zusätzlich zum Regionalzug alle zwei Stunden ein Eilzug fahren, der auf der Strecke eine halbe Stunde schneller unterwegs ist.

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