Thüle - Immer mehr Wildschweine haben das Gelände rund um die Thülsfelder Talsperre als ihr Revier auserkoren. Weil die Tiere bei ihrer Suche nach Nahrung die Grasnarbe großflächig auf und am Damm zerstören, bedrohen sie die Sicherheit der Dämme. Das teilt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit, der die Talsperre betreibt. Um dem entgegenzuwirken ist für diesen Dienstag eine sogenannte Drückjagd angesetzt. Der Rundwanderweg der Talsperre ist daher ab dem Auslaufbauwerk über den Westdamm bis zur Brücke Dreibrücken von etwa 9 bis 14 Uhr gesperrt.
Bei einer Drückjagd wird das Wild mit Treibern aufgescheucht, um es dadurch in Richtung der stehenden Jäger zu bringen. „Der Hochwasserschutz ist durch die steigende Zahl der Wildschweine bedroht. Zur Wildschadensbegrenzung und um die Dämme der Talsperre zu schützen, müssen wir das Schwarzwild schießen“, erläutert Ralf Jaspers vom NLWKN. Die Jagd findet ebenfalls in den angrenzenden Flächen der Niedersächsischen Landesforsten statt.
