Altona - Die Renaturierung des Mühlenbachs in Altona gestaltet sich schwierig. Dies ist beim Ortstermin am Donnerstagabend mit Mitgliedern des Umwelt- und Energieausschusses sowie der Verwaltung aus Dötlingen deutlich geworden. Volker Knuth vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) informierte über die örtlichen Gegebenheiten und den Stand der Planung.

Der Mühlenbach soll mittels einer Fischtreppe durchlässig für Fische sein, um die ökologische Vielfalt zu verbessern. Zudem soll die Sohle des Baches Sand statt Kies enthalten. „Dann können sich Lachse, Meer- und Bachforellen wieder in den Gewässern ansiedeln und laichen“, erklärte Knuth. Auch rund um das Gewässer sollen sich wieder Tiere wie zum Beispiel Köcherfliegen ansiedeln, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen. „Der Bach ist äußerlich schon in einem guten Zustand, biologisch gesehen gibt es jedoch noch Verbesserungsbedarf“, sagte Knuth.

Sorgen machen ihm „die schlechte Bausubstanz, der kaum tragfähige Boden, der Höhenunterschied von vier Metern und die vielen Teiche“. Die Probleme erschwerten den Bau der Fischtreppe. Knuth sagte, dass es „momentan nach einem Umleitungsbach aussieht, an dem die Fischtreppe errichtet wird“, um den großen Höhenunterschied zu überwinden. Der Umleitungsbach würde unter der Wildeshauser Straße hindurch über den alten Durchgang bei der Scheune geleitet.

Schwierigkeiten bereitet auch das marode Stauwehr. Ralf Siemer vom Fischereiverein Wildeshausen merkte an, dass die Teiche des Vereins im Spätherbst oberhalb des Wehres trocken liefen, weil das Wehr ein Leck habe. Die Teiche sind mit dem Mühlenbach verbunden. „Die Anlage wird komplett erneuert“, beruhigte Knuth.

Die Finanzierung für die Renaturierung solle in Kürze vom Unterhaltungsverband Hunte-Wasseracht beim NLWKN beantragt werden, damit die Genehmigung noch dieses Jahr erteilt wird, berichtete Knuth. Dann könne 2017 mit den Arbeiten begonnen werden.

Nils Coordes
Nils Coordes Online-Redaktion