Ihausen/Westerloy - Sie ist eng, die Kreisstraße 117 zwischen Westerloy und Ihausen. Nicht nur für Autos – gerade Fahrradfahrer fühlten sich auf der teilweise stark befahrenen Ihausener Straße oft unsicher. Seit Jahren warten nicht nur die Ortsbürgervereine, sondern fast alle Anlieger aus Ihausen, Ihorst, Westerloy und Westerloyerfeld auf einen neuen Radweg an der Ihausener Straße. Jetzt hat das Warten eine Ende: Der Lückenschluss ist im Bau.
„Insgesamt kosten die Baumaßnahmen 1,4 Millionen Euro. 60 Prozent des Betrages werden aus Fördermitteln des Landes Niedersachsen bezahlt. Der Rest stammt aus dem allgemeinen Haushalt des Landkreises“, sagt Frieso Ralle vom Straßenverkehrsamt des Landkreises Ammerland auf Nachfrage der NWZ . Bereits 2007 begann der Landkreis mit der Planung des Projektes. „Die Anträge auf Fördermittel wurden allerdings erst 2015 im Jahresbauprogramm des Landes bewilligt“, so Ralle. Daraufhin konnten die Bauarbeiten am 20. Mai diesen Jahres starten. Auf insgesamt 4,5 Kilometer entsteht neben der Fahrbahn der neue Weg – nicht nur auf öffentlichem Grund. „Insgesamt wurde für rund 200 000 Euro Grund von den Anliegern der Straße erworben, um das Projekt zu realisieren“, so Ralle.
Das Projekt trage maßgeblich zur Verkehrssicherheit auf dem Streckenabschnitt bei. „Gerade Kinder auf dem Schulweg fühlten sich auf der sowieso schon engen Straßen nicht mehr sicher“, fügt Ralle hinzu. Kein Wunder: Allein zehn Prozent des Verkehrs auf der Ihausener Straße machen Lastwagen und Schwerlasttransport aus.
Auch das Auge spricht für den neuen Radweg: „Dadurch, dass der Radweg teilweise relativ weit von der Straße entfernt verläuft, wird die Strecke gerade für die vielen Radtouristen in unserer Gegend noch schöner“, so Ralle.
Mit der Fertigstellung rechnet die Straßenverkehrsbehörde Ende des Monats November: „Zur Zeit werden noch Rohre gespült und neu verlegt, so dass sich das genaue Fertigstellungsdatum nicht ermitteln lässt. Wir sind uns aber relativ sicher, dass ab Dezember die ersten Radfahrer über den Weg fahren können“, so Ralle.
Witterungsbedingte Verzögerungen seien aber nicht auszuschließen, falls es schon im November zu einem ersten Wintereinbruch in diesem Jahr käme.
