Dötlingen/Hollen - Das Sockenmonster geistert durch fast jeden Haushalt: Es hockt in der Waschmaschine und ernährt sich von den Fuß-Textilien – seltsamerweise frisst es aber immer nur das eine Exemplar eines Paars. Und was passiert dann mit der anderen Socke? Wegwerfen muss man sie jedenfalls nicht. Es lassen sich nämlich daraus mit wenig Aufwand lustige kleine Puppen basteln. Wie das geht, erfuhren am Montag rund 30 Erzieherinnen und Erzieher aus den Kindertagesstätten der Gemeinden Ganderkesee und Dötlingen im Regionalen Umweltzentrum (RUZ) in Hollen. Sie nahmen an einer Fortbildung teil, um sich auf den Klimaschutz-Aktionstag vorzubereiten, der am Freitag, 15. April, in möglichst allen Kitas der beiden Kommunen stattfinden soll.
Um das Thema Konsum dreht sich diesmal der Aktionstag, der im vergangenen Jahr erstmals für beide Gemeinden zusammen angeboten wurde. „Damals ging es um Ernährung, das wollen wir jetzt mit der Kombination Klimaschutz und Konsum fortsetzen – beides hängt ja miteinander zusammen“, sagte Lars Gremlowski, der als Klimaschutzmanager für beide Gemeinden tätig ist. So lernten die Erzieherinnen im RUZ etwa, wie aus Lebensmitteln, die nicht mehr lange haltbar sind, leckere Smoothies gemixt werden können.
In verschiedenen Workshops bereiteten sich die Teilnehmerinnen auf den Aktionstag vor: Dabei wurden sie zum Beispiel mit dem Papierschöpfen aus Altmaterialien vertraut gemacht, knüpften Teppiche aus gebrauchten Kleidungsstücken oder klebten Plastiktüten zu praktischen Taschen zusammen. Auch die Verwandlung leerer Dosen in kleine Kräutergärten oder das Flicken von Fahrrad-Schläuchen gehörten zum Programm – alles unter dem Aspekt des nachhaltigen Konsumierens. Theorieunterricht rundete die Fortbildung ab.
„Wir orientieren uns an den drei ,R’“, erklärte RUZ-Leiterin Marina Becker-Kückens. Was auf Englisch unter dem Motto „reduce, recycle, re-use“ zusammengefasst ist, heißt hierzulande: vermeiden, wiederverwerten, neu verwenden. Vermittelt werden solle, dass Konsumgüter mehrfach zu nutzen oder weiterzugeben seien, statt sie zu entsorgen. „Das wollen wir kindgerecht vermitteln“, so Becker-Kückens. „Und die Kinder nehmen ihre Eindrücke mit nach Hause.“ Insgesamt 1350 Kinder werden in den 24 Tagesstätten der beiden Kommunen betreut. Sie alle für die Bedeutung der CO
