WEHE - Es dauerte bis zum Einbruch der Dunkelheit, bis alle Bienenkörbe von den 14 Kursteilnehmern auf dem Hof von Heino Hollmann in Wehe fertig waren. Der Imkerverein Wildeshausen hatte nach dem Erfolg im Vorjahr zur zweiten Bienenkorb-Aktion eingeladen. Unter der Leitung von Reinhold Schäfer entstanden so schöne Dekostücke, denn dafür wollten die meisten Teilnehmer ihre Körbe später verwenden.

Handwerkliches Geschick und gutes handgemähtes Roggenstroh sind die Grundvoraussetzungen, um einen Bienenkorb herzustellen. Am Ende hat ein fertiger Korb ein Gewicht von etwa 15 Kilogramm. Der ist dann auch für die Bienenzucht geeignet. In dem Kurs wurden aber kleinere Varianten gewählt. Arbeit genug für die meist ungeübten Hände.

Harald Wulferding, ehemaliger Vorsitzender des Imkervereins Wildeshausen, freute sich mit seinem Nachfolger Uwe Endersfelder über den guten Zuspruch. Die 14 Frauen und Männer erlernten in der Gemeinschaftsaktion nicht nur etwas über die Flechtkunst der Bienenkörbe, sondern auch Wissenswertes um die Imkerei. „Uns liegt am Herzen, die traditionelle Bienenhaltung nicht in Vergessenheit geraten zu lassen“, erklärte Wulferding.

In dem Schuppen von Heino Hollmann bestand dafür der passende äußerliche Rahmen. Am Ende hielt jeder Kursteilnehmer voller Stolz seinen selbst hergestellten Bienenkorb in den Händen.