WEHNEN -

Mitarbeiter des Landeskrankenhauses Wehnen haben im Zusammenhang mit der Geiselnahme auf die besondere Situation einer Psychiatrie verwiesen. Die gelte es zu beachten.

WEHNEN/OTT/INE - Während Sondereinheiten der Polizei am vergangenen Mittwoch noch damit beschäftigt waren, die Geisel zu befreien und den Täter vorläufig festzunehmen, wiesen Mitarbeiter des Landeskrankenhauses Wehnen auf die besondere Situation einer Psychiatrie hin. „Gerade in einer Zeit, in der viel über die geplante Privatisierung unserer Klinik gesprochen wird, müssen wir unter dem Eindruck dieses Verbrechens daran erinnern, wie sensibel der Umgang mit psychisch kranken Menschen ist und dass es dazu eines besonderen Umfelds bedarf“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft „Verdi“. Nicht nur der Maßregelvollzug, auch der offene Bereich bedürfe einer qualifizierten Betreuung.

Die Polizei wollte gestern keine Angaben zu der generellen Sicherheitslage des Landeskrankenhauses Wehnen machen und verwies auf die Klinikleitung. Dr. Marianne Becker-Emner, ärztliche Leiterin der Einrichtung, war gestern trotz mehrerer Anfragen der NWZ nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.